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Hel - Falland vörandi
Metalspheres Info-Box

Genre

Pagan Metal

Label

DGF

Rezensent

Till

Der Pagan Metal boomt, keine Frage. Einerseits haben wir jede Menge Bands, die mit getragenen Rhythmen und hymnischen Melodien daherkommen, zu denen sich wunderbar das Trinkhorn leeren läßt, zum anderen fast noch mehr Truppen, die uns schnelle Songs und fröhliche Melodien um die Ohren hauen, welche nach dem dritten oder vierten Horn am besten zu genießen sind. Sämtliche Stereotypen wären damit wohl erfüllt, alle Fragen beantwortet, und der Fall scheint von vornherein klar, als man von seinem Chefredakteur grinsend ein Album einer Band namens Hel in die Hand gedrückt bekommt. "Mach du mal." Kein Problem, auf dem Heimweg mal reinhören und dann die vorgefertigte Standardkritik schreiben, wie wir das so zu tun pflegen. Und dann die Überraschung.
"Falland vörandi" ist ein Album, welches wesentlich mehr Zeit benötigt als die meisten anderen Veröffentlichungen, denn selten fand ich das Attribut des "Growers", in welchen man sich mit der Zeit hineinhören muß, zutreffender. Hel sind klar dem Pagan Metal zuzuordnen, kochen jedoch eine ganz eigene Suppe, aus welcher sich immer wieder bekannte Zutaten herausschmecken lassen, welche trotzdem eine individuelle und vor allem aufwendige Kreation darstellt. Dieses Konzeptalbum über den Tod Baldurs und seine Bedeutung im germanischen Heidentum (besagt die Info, die Texte liegen mir leider nicht vor) bietet von reiner Klassik über Gothic und doomige Klänge bis zum wilden Black Metal-Geballer eine sehr große Bandbreite, die trotzdem in sich schlüssig und wie aus einem Guß klingt. Die unterschiedlichen Parts ergänzen sich, gehen ineinander über und nie hat man während der knappen Stunde Spielzeit das Gefühl, auf einen Fremdkörper zu stoßen. Ob jetzt im Opener "Wölwas Runen" gnadenlos drauflosgeknüppelt wird, in "Auf Suche" an Bathory erinnernd ("Valhalla" schimmert doch etwas deutlich durch) wilde Ritte durch die Lüfte getan werden, "Nannas Klage" durch zerbrechliche und doch majestätische Schönheit zu begeistern weiß oder "Abschied" als reines Klassikstück das Werk ausklingen läßt, hier findet sich kein Ausfall.
"Falland vörandi" sollte nicht als Ansammlung von Songs sondern als Gesamtkunstwerk betrachtet und aufgenommen werden. Wer sich für Pagan Metal interessiert, jedoch auf musikalischen Anspruch großen Wert legt, ist mit Hel sehr gut beraten, denn sie verhalten sich zu ihren manchmal ziemlich flachen Kollegen wie Empyrium zu Crematory. Hätte ich dieses Album früher gehört, es wäre sicherlich in der oberen Hälfte meines Jahrespolls gelandet, so reicht es nur zu verspäteter Reue und täglichem Abspielen. Und das wird sicherlich noch lange so bleiben.



   
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