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Das Ich - Cabaret
Metalspheres Info-Box

Genre

Gothic / Dark Electro

Label

Massacre Records

Rezensent

Dennis

Es mag schon etwas seltsam anmuten, daß sich eine Band wie Das Ich ausgerechnet in der Metalszene promoten läßt, mit der sie musikalisch rein gar nichts zu tun hat. Ich persönlich finde das allerdings gar nicht so schlimm, denn so komme ich auch mal in den Genuss, etwas genrefremdes zu hören, und die Band von Bruno Kramm und Stefan Ackermann würde ich ganz spontan mal in die interessantere Ecke selbiger einordnen.

Unter Elektronikern (geile Bezeichnung, ne? - der Verfasser) sind Das Ich schon seit vielen Jahren weithin bekannt und gehören nicht zu Unrecht zu den vielgespielten Bands in den hiesigen Clubs. Auf mehr als 15 Jahre Bandgeschichte können die beiden Musiker dabei zurückblicken und bringen mit "Cabaret" ein weiteres Album in einer schier endlos langen Veröffentlichungsliste heraus, dessen Name äußerst passend erscheint. Unter einem "Cabaret" ist im allgemeinen Sprachgebrauch eine Unterhaltungsform zu verstehen, bei der Comedy, Song, Tanz und Theater eine Rolle spielen und die oft in einem Nachtclub auf einer kleinen Bühne vorgetragen wird, um die die Leute an kleinen Tischen sitzen und dabei dinieren oder sich gelegentlich auch sinnlos dem Alkohol hingeben. Passend dazu stehen bei Das Ich neben der Musik auch die Texte im Vordergrund, die leicht zynisch angehaucht sind und ein beachtliches Kreativitätspotential offenbaren. Der "Tanz" steckt in den teils ziemlich heftigen elektronischen Beats, mit deren Hilfe jedoch auch verschiedene Stimmungen beschworen werden - wenn nicht gerade "getanzt" wird, dann geht es möglicherweise auch mal etwas sphärischer, wirrer oder einfach nur melodischer zu. Da ich nun beileibe kein Experte im Dark Wave / Elektro-Bereich bin, wundert es mich auch nicht, daß bei so mancher Passage meine Geschmacksnerven etwas überreizt werden. So zum Beispiel, wenn Das Ich bei "Macht" oder "Nahe" vordergründig auf Sprechgesang setzen. Wichtiger ist es mir darum auch, Euch die Höhepunkte des Albums näher zu bringen. Als solche entpuppen sich recht schnell das "Destillat"-ähnliche "Opferzeit" und das anschließende, langsamere "Schwarzes Gift". Gerade bei letzterem stimmt alles: Der Gesang ist klasse, die Melodien langlebig und die Samples wirklich hörenswert. Ebenfalls als sehr gut gewählt empfinde ich den Opener "Moritat", der mit seinem Schifferklavier ein wenig jene Stimmung verbreitet, wie sie zu einem unheimlichen Jahrmarkt in einem abgedrehten Psycho-Film gehören könnte - oder eben zu einem schwarzhumoristischen Cabaret. Solltet ihr neugierig darauf geworden sein, was in der Theaterwelt von Das Ich vor sich geht, empfehle ich Euch auf die Texte dieses Songs einzulassen: "Bitte bitte, immer hereinspaziert" und "Kommen Sie, sehen Sie, staunen Sie!" heißt es dort nämlich.



   
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