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Prototype - Continuum
Metalspheres Info-Box

Genre

Melodischer Prog-Thrash

Label

Metal Axe Records

Rezensent

Alf

Es ist schon etwas erfrischend anderes, wenn eine Thrash-Band ihr musikalisches Können nicht in vertrackte Hirnspalter-Grooves steckt, sondern verträumte Song-Gebilde errichtet, die auch nach mehrmaligem Hören nicht langweilen. Und Prototype tun genau das. Nach dem 2002er Debut "Trinity" haben sich die Amis einmal mehr bemüht, die anspruchsvolle Hörerschaft zu begeistern.

Das Gaspedal wird auf "Continuum" eigentlich nie durchgetreten, stattdessen gibt es viele Akustik-Gitarren und gemächlich wachsende Spannungsbögen. Die zweistimmige Gitarrenarbeit offenbart mit jedem Durchlauf neue Details und das Schlagzeug begeistert mit einer glasklar produzierten und nuancenreichen Ideenvielfalt. Der Gesang ist melodisch, ihm steht der Thrash-Stempel aber trotzdem ausgezeichnet.

Die Soli sind virtuos und die Songs komplex, aber trotzdem nutzen Prototype ihre technischen Fähigkeiten nicht zum musikalischen Schwanzvergleich. Der Song steht im Mittelpunkt, das Zusammenspiel ist oberstes Ziel und deswegen darf sich der Hörer an elf Songperlen erfreuen, die organisch zusammengewachsen sind.

"Continuum" ist ein ungewohntes Hörerlebnis, und knackfrisch obendrein. Aber nicht weil es so neu wäre, sondern weil man so etwas schon lange nicht mehr gehört hat. Kann sich noch jemand an das "Distortion" Album von Forbidden erinnern? Voila, hier ist eure Referenz! Allerdings befahren Prototype viel öfter akustischen Schmusekurs und legen wesentlich mehr Wert auf Melancholie. Die Intensität der (vielleicht) Vorbilder wird zwar selten erreicht, aber wer könnte schon Pioniere von ihrem Thron stoßen?

"Continuum" ist ein hervorragendes Album und Songs wie "With Vision" und "Seed" zeigen dem Nachwuchs wo der Hammer hängt. Prototype beweisen, dass sich die Verschmelzung von Melodie und Härte nicht auf vivatauglichem Plätscher Niveau bewegen muss, dass Thrash nicht immer vor Wut sprühen muss, um Thrash zu sein, und sie beweisen, dass noch kreative Lichter glimmen, am rabenschwarzen Himmel der Massenveröffentlichungen. Da sieht man über die kleinen Durchhänger zwischendurch gerne hinweg. Anhören! Kaufen! Träumen.



   
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