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Trollech - Skryti V Mlze
Metalspheres Info-Box

Genre

Forest Black Metal

Label

Ketzer Records

Rezensent

Sascha

Die Natur benötigt den Menschen nicht. Lange nachdem die Menschheit sich selbst zerstört hat, wird die Natur weiter die Zeit überdauern. Große Errungenschaften und Bauwerke der Menschen werden verschwinden und die Zeit wird die Spuren der Menschheit verwehen und über allen von ihr aufgerissenen Wunden wird neues Grün wachsen. Die Bäume sind Symbol für die Ewigkeit. Sie haben Generationen von Menschen kommen und gehen sehen, in ihren Augen erscheint unsere Welt, unser Streben sinnlos. Sie hüten die Geheimnisse der Natur und geben sie nur denen Preis, die Augen haben sie zu sehen und Ohren sie zu hören. Trollech aus Tschechien verstehen sich als Hüter des Reiches der Bäume und schreiben Musik, um Mythen und Geheimnisse der Natur ihren Hörern zu vermitteln. So könnte man das Konzept dieser Band beschreiben. Seit 2000 existieren die Trolle um das Arbeitstier Lord Morbivod schon, haben in dieser Zeit bereits 4 CDs, 2 EPs und ein Demo herausgebracht, auf denen man eine stetige Steigerung bemerken konnte. Morbivod ist in verschiedenen tschechischen Bands aktiv und hat dabei eine ausgesprochen eigensinnige Art, die lyrischen Themen für seine Musik auszuwählen. Da gibt es das Blackmetal-Projekt Stíny Plamenů, welches über die Pilsener Abwasserkanäle(!), seine Mythen und Götter philosophiert, die Avantgarde BM-Band Umbrtka, bei der sich alles um Züge und Bahnhöfe dreht und eben Trollech, die - wohl inspiriert durch die ausgedehnten Naturgebiete Tschechiens - sich dem "Forest Blackmetal" verschrieben haben. "Forest Blackmetal? Was soll das nun wieder darstellen?" höre ich da die ersten schreien. Nun ja, hauptsächlich sollte man diesen Begriff auf die naturmystischen Texte beziehen, denn musikalisch erwartet den Hörer wunderbarer, unverkrampfter Blackmetal der vielseitigen Art.

Da gibt es rasenden Blackmetal mit wildem Riffing der Marke Immortal ("Skryti v mlze", "Kdyz setka se voda s mrazem"), melodisch-folkloristische Elemente, die an Windir erinnern ("Stromy jsou v nas"), sowie epische Nummern mit Bathory-Einschlag ("Zeme Obru", "Vsem bude skryto tajemstvi"). Die Titel gehen hervorragend in Herz und Nacken und verbreiten mit den urigen Vocals einen Charme, dem man sich schwer widersetzen kann. Die tschechische Lyrik eignet sich wunderbar zur Umsetzung des Bandkonzepts, denn sie klingen einfach trollisch, wurzelig, borkig. Dabei zeigt die Band ein geschicktes Händchen für Phrasierung und Melodieführung, sodass auf "Skryti v mlze" wirklich mehr als eine handvoll echte Hits gelungen sind. Besonders "Stromy jsou v nas", "Zeme Obru" und "Vsem bude skryto tajemstvi" sind wahre Göttergaben mit wunderbaren Melodiebögen und klasse Texten. Erfreulich ist, dass man hier trotz des Themas auch echten, garstigen Blackmetal zockt und peinliche Ausflüge in klischeebeladene Party- und Saufmusik vermeidet. Einzig "Z kotle popijej" will nicht ganz in die Gesamtstimmung des Albums passen, es kommt etwas zu fröhlich daher.

Eine besondere zusätzliche Aufwertung bekommt Trollechs aktuelles Album diesmal durch den Sound. Hier kommt zum ersten Mal ein Trommler aus Fleisch und Blut zum Einsatz, was der Musik einfach nur gut tut. Der Kerl spielt abwechslungsreich und verdammt schnell und gibt allem eine urwüchsigere Note. Ein Drumcomputer kann einen Drummer eben nie ersetzen. Butcher von Avenger hat aber nicht nur die Drums eingespielt, sondern zeichnet sich auch für die schönen, verträumten Akustikgitarren verantwortlich, die in "Zeme obru" und dem instrumentalen Zwischenstück "Mlha nad Peklovskym potokem" zu hören sind. Durch die Konzentration auf natürliche Instrumente klingt das Album deutlich wärmer und natürlicher als der Vorgänger. Zusammenfassend ist den Tschechen eine wunderbare CD gelungen, die den Spirit der Natur verkörpert und herrlich-ursprünglichen, aus dem Bauch heraus gespielten BM mit großen Melodien beinhaltet, der eines deutlich macht: Trollech machen worauf sie Bock haben und das verdammt gut!



   
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