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Apoptygma Berzerk - Sonic Diary
Metalspheres Info-Box

Genre

Electro Pop / Rock

Label

Gun / Sony BMG

Rezensent

Volker

Puh... Es ist ganz wohltuend, von Apoptygma Berzerk mal wieder etwas zumindest Erträgliches vorgesetzt zu bekommen. Eiin wenig Hoffnung also nach dem poppig-pappigen "You and me against the World" , ebensolchen Live-Auftritten und gleich noch drei Singleauskopplungen, die entweder zu durchleiden oder zu ignorieren waren. Nun also mit "Sonic Diary" ein reines Cover-Album. Klingt vielleicht nach dem finalen Genickschuss, allerdings nicht wenn man (zu schätzen) weiss, dass AB sich in den 90ern einen gelungenen Spaß daraus gemacht haben, unverhohlen Elemente von Bands aus verschiedenen Genres zu klauen und diese in den eigenen Sound zu transformieren. Also vertrautes Terrain für Stephan Groth und seine Mitstreiter und zumindest ein kleiner Schritt zurück hin zu schmerzlich vermisster kreativer Energie. Dabei setzt man auf einen Mix aus neuen Songs und solchen die bereits auf älteren Alben oder Tribute-Samplern veröffentlicht wurden.

Eröffnet wird hier geschickt durch "Cambodia" von Kim Wilde, der um Lichtjahre beste Song auf "You and me against the World". Und übrigens auch losgelöst von diesem unwürdigen Vergleich ein richtiger Volltreffer, den ich bei meiner letztjährigen Kritik eher noch unterschätzt habe. Ein Highlight, dem zum Glück noch weitere ordentliche Versuche folgen. "Bend and Break" von Keane wird etwa regelrecht zu einem authentischen AB-Song mit schönem Drama-Pathos, wenngleich Mr. Groth gesanglich doch bedenklich an seine Grenzen stösst. Da passt seine Stimme schon eher zu "A strange Day" von The Cure, aus dem man einen wirklich schicken Electro-Rocker gebastelt hat. "Coma White" von Marilyn Manson als Future Pop Nummer á la VNV Nation erstrahlt in unerschütterlicher Coolness, während die ultimative Verfremdung von Metallicas "Fade to black" schon im Jahre 2000 für Reaktionen von wüsten Wutanfällen bis hin zu breitem Grinsen gesorgt hat. "The Damned don't cry" von Visage ist genau das Metier von AB und gelingt dementsprechend. Auch einige ganz alte Cover werden ausgegraben, doch "All Tomorrow's Parties" von Velvet Underground war schon 1993 auf "Soli Deo Gloria" nicht das Wahre und mit "Ohm sweet Ohm" (Kraftwerk) verhielt es sich auf der "Mourn" EP nicht anders. "Electricity" von OMD bleibt in seiner obskur-sonnenscheinigen Elektro-Verdrehung aber ein Perlchen.
Bevor ich jetzt die verbleibenden Songs auch noch durchhechle, verbleibe ich lieber mal damit, dass bei AB mit "Who's gonna ride your wild Horses" von U2 die Gäule durchgehen, denn hier stirbt der Charakter des Originals Hand in Hand mit dem Versuch, etwas eigenes Packendes daraus zu entwickeln. Zum Glück hat dies auf "Sonic Diary" Seltenheitswert und selbst alte Anhänger, welche die Norweger schon in die (Eis-)Wüste geschickt hatten, werden wohl ein versöhnliches Gefühl in der Magengegend verspüren. Wer allerdings diese mit Vibratoren und Lippenstiften übersäte Frontalkollision aus Retro-Style und Moderne im Layout toll finden soll, kann mir wahrscheinlich so schnell niemand erklären.



   
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