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Unearthly Trance - The Trident
Metalspheres Info-Box

Genre

Sludge Doom / Noisecore

Label

Relapse Records

Rezensent

Volker

Steckt eigentlich ein mir nicht bekanntes Geheimnis dahinter, dass manchen Bands von ihren Labels schlicht die Unterstützung versagt wird? Und dass es dabei meist nicht die Schlechtesten trifft? So mal wieder geschehen im Falle von Unearthly Trance, auf deren neues Album ich jüngst durch puren Zufall aufmerksam geworden bin. Und dies, obwohl ich mir nach dem letzten Werk "In the Red" - noch bei Lee Dorrians Label Rise Above erschienen - fest vorgenommen hatte, diese Band ganz gewiss nicht mehr aus den Augen zu verlieren. Schliesslich war eben dieses Album ein einzigartiger lodernder Schlund der Verdammnis, mit dem die New Yorker gleich Maßstäbe zu setzen in der Lage waren. Wenngleich das eigentlich niemand mitbekommen hat, was wohl das teils auch selbstgewählte Schicksal von Unearthly Trance zu sein scheint. Denn so eine Massentauglichkeitsfeindlichkeit (uff...) in Form von noisigem Extrem-Doom muss man erst mal bewerkstelligen und als bekömmlicher erweist sich auch der neue Kessel voller Giftbrühe namens "The Trident" nicht.
Allerdings wurde schon an der bisherigen Rezeptur gebastelt, Unearthly Trance sind immer noch mächtig doomig, doch sie haben wesentlich mehr Uptempo-Krach eingeflochten. Teils zugunsten klarerer Strukturen, teils für noch mehr psychotischen Irrsinn. Today is the Day, im Crustcore-Shaker verquirlt mit Mastodon, so könnte man die auf "The Trident" neue Komponente bezeichnen, die den Klang der Band nicht revolutioniert, aber noch mal bereichert. "Do what thou wilt" steht in dicken Lettern auf der Rückseite des Booklets und dies beherzigen Unearthly Trance mit aller Radikalität. Nach fünf Durchläufen entwickelt das Album eine derartige Suchtgefahr, dass man es fast schon auf der Liste verbotener Substanzen wähnen mag.
Als bewusstseinserweiterndes Paradebeispiel drängt sich das genial betitelte "The Air exists, the Sea accepts me" auf, worin die New Yorker dreckigsten Doom mit ballerndem Crustcore und - ja, tatsächlich - modernem Black Metal fusionieren. Solche Riffs kennt man von den letzten Satyricon-Scheiben und sie funktionieren in ungewohnter Umgebung wahrhaft prächtig. Der Song geht über in "Scarlet", ein unbarmherzig schleifender Doom-Batzen den Unearthly Trance wahrscheinlich während ihrer letzten Hypnose-Sitzung erschaffen haben, anders ist dessen Tiefenwirkung kaum zu erklären. Fantastisch auch, wie dann in "Wake up and smell the Corpses" nach zwei Minuten garstigem Crust / Noise-Geschredder mit einem furiosen Übergang elegant die Handbremse gezogen wird. Hieran kann man vielleicht besonders gut die herausragenden Einzelkomponenten dieses Albums deutlich machen, nämlich das grandios produzierte und unheimlich akzentuiert klingende Schlagzeug sowie die durch Mark und Bein gehenden Intonationen des Frontmanns. Dies auch sehr wohl noch in Verbindung mit sehr eigenwilligen, fast expressionistisch wirkenden Texten. Weitere Highlights sind das durch jede Wand preschende "You get what you want" und das psychotische Auftakt-Riffmonster "Permanent Ice". Doch hört selbst, "The Trident" will am eignenen Leib erfahren und durchlebt werden.
Unearthly Trance sind spätestens mit diesem Album die neue Noise-Avantgarde und haben sich damit sowohl gnadenlose Ablehnung wie auch bedingungslose Gefolgschaft redlich verdient!



   
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