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Manes - How The World Came To An End
Metalspheres Info-Box

Genre

Depressive Electro-Rock

Label

Candlelight Records / Soulfood

Rezensent

Sascha

Erinnert ihr euch noch, als Captain Picard zu Captain Kirk sagte: "Captain, das hier ist nicht real. Wir sind hier in einer Art Nexus gefangen"? Nun ja, Jahre später grübele ich immer noch was dieser Nexus eigentlich sein soll, aber so wie das neue Album der Norweger Manes könnte es sich da zumindest anhören. Nicht weil ihre Musik unbedingt abgefahren und verrückt klingt. Vielmehr weil ihr Sound sich zu einer alles verschlingenden Leere formt, die den Hörer aus der Realität entführt und auf eine Reise durch die düsteren Sphären der Existenz nimmt. Ein bisschen "from outer space" klingt ihre Musik, die nicht mehr das Geringste mit dem rohen, atmosphärischen Black Metal der Anfangstage der Band zu tun hat. Manes Anfänge haben Kultstatus in der Black Metal-Gemeinde. Ihre Musik entwickelte sich jedoch ziemlich früh in eine weitaus vielschichtigere Richtung und Manes machten keinen Hehl daraus, dass sie mit dem engen Korsett der schwarzen Musik nicht richtig glücklich wurden. Eines haben sie sich aus dieser Zeit jedoch bewahrt, und das ist ihr Gespür für depressive, düstere Stimmungen, die hier besonders im verzweifelt und klagend wirkenden Gesang deutlich werden. Nicht nur klagend sondern auch anklagend sind die Texte geraten, die das Motto der zugrunde gerichteten Welt immer wieder aufgreifen. Man sollte sich von der ruhigen Ausstrahlung des Albums nicht täuschen lassen, denn liest man die Texte, kann man bemerken, dass Manes immer noch ziemlich angepisst sind, wenn sie über den Werdegang und augenblicklichen Zustand der Menschheit nachdenken.

Nun ist jedoch nicht mehr Metal das Ventil für diese Emotionen, sondern Elektro-Sound, angereichert durch viele Samples, Chill-Out, Trip-Hop Elemente und sehr dezenten Rock. Wenn mich nicht alles täuscht, habe ich sogar französischen Rap vernommen. Also wenn das mal nicht den traditionellen Schwarzmetaller zum Kotzen bringt! Verärgern wollen Manes niemanden, aber überraschen. Zu Hören sind zehn sehr entspannte Tracks, bei denen man die dichten Schwaden bewusstseinsverändernder Drogen vor dem geistigen Auge durch den Raum schweben sieht. Gewissermaßen ist es immer noch schwarze, düstere Musik, die Atmosphäre wird lediglich mit anderen Mitteln erzeugt. Mir hat das Album erstaunlich gut gefallen, obwohl man sich als wahrer, aus Stahl geschmiedeter Metalbrother mit zunehmender Laufzeit von "How The World Came To An End" schon fragt, warum man sich dieses weinerliche Geheule noch länger anhört. Aber wer sich neben der harten Schiene noch Katatonia, Portishead oder neue Ulver in den CD-Schacht legt, dem wird das Album sicher sehr gefallen.



   
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