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Vert - Accepting Denial
Metalspheres Info-Box

Genre

Crossover

Label

Casket Music / Plastichead Distribution

Rezensent

Johannes

„Accepting Denial“ – eine sogenannte „Self-fulfilling prophecy“. Nickelback goes Metalcore ist einfach nicht mein Ding und sonderlich originell ist es auch nicht. Dieser schmissige Rumpelstilzchen Rock wird wohl nur begeistern, wenn man schon Incubus zu komplex und abgefahren findet. Was allerdings ein bisschen zu komplex und abgefahren klingt, ist die Gesangslinie in „Room For One More“, der Steve Braunds Stimme nicht ganz gewachsen ist.
Im allgemeinen biedern sich Vert bei allem an, was man derzeit an härterem Pop in Radio und Fernsehen findet. „Reducer“ klingt schwer nach Green Day. Und „My Desolation“ ist eine Ballade mit Akustik-Gitarre und mehrstimmigem Klargesang die es (vielleicht nicht ganz so langweilig) auch bei obengenannten Nickelback geben könnte.
Da mir sonst nichts mehr dazu einfällt, fragen wir doch einfach mal bei Nietzsche nach, was er zu diesem Album sagen würde. Nun, Herr Nietzsche liegt in Röcken, einem Dörflein wenige Kilometer vor den Toren von Leipzig, in seiner Geburtsstadt begraben. Um sein Grab stehen drei Gipsskulpturen des Verstorbenen – die ihn allerdings nackt und nur mit einem Hut vor des Denkers Hammer darstellen. Lassen wir uns davon nicht schrecken und setzen einem der drei Gipsnietzsches die Kopfhörer des mp3-Players auf.
Während wir uns 53 Minuten und 30 Sekunden in der mickrigen, aber liebevoll eingerichteten Gedenkstätte umsehen und uns über die durchgeknallte Familiengeschichte amüsieren, kann der tote Nietzsche ganz ungestört Vert hören. Aha, hier steht: Nietzsche dachte Zeit seines Lebens er würde von einer polnischen Adelsfamilie abstammen. In Wirklichkeit war er aber um drei Ecken mit Schelling verwandt, der mit Fichte und Hegel zu den drei Meilensteinen der Philosophie des deutschen Idealismus gehört. Nebenan liegt noch ein Kinderschuh der sich im Dachgebälk der Pfarrkirche fand, in der Nietzsches Vater seinerzeit predigte und ganz kontrastreich kann man auf der anderen Seite des Raumes einen Abdruck Nietzsches Totenmaske bewundern.
Wohlan, genug gebildet, kehren wir zu unserem toten Philosophen zurück. Er steht ruhig und ausdruckslos, seine Blöße bedeckend da und hat sich von Vert scheinbar nicht sonderlich bewegen lassen. Wir nehmen ihm die Kopfhörer ab und bitten ihn uns seine Meinung über diese Musik zu sagen.
Das Ohr ganz nah an seinen Mund haltend, lauschen wir was er uns flüstern wird. Vielleicht so etwas wie: „Ach, dies sind die Allzuvielen.“, oder „Natterngezücht!“, vielleicht auch „Also Wagner ist das nicht!“. Aber nein, er sagt nichts der gleichen. Ungerührt schaut er an uns vorbei. Ein leicht schmerzlicher Zug scheint auf seinem kalten und rauen Gesicht zu liegen und er schweigt und schweigt und schweigt. Tja, dem Philosophen ist es noch nicht mal einen Tadel wert.
Wir hingegen, haben wenigstens einen Besuch in Nietzsches Geburts- und Grabesstätte erlebt und etwas über einen großen Philosophen erfahren, mit dem Vert nichts am Hut haben (es sei denn, sie wollen sehen wo bei diesem Philosophen der Hammer hängt, haha).



   
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