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Carnal Forge - Testify For My Victims
Metalspheres Info-Box

Genre

Moderner Thrash

Label

Candlelight Records

Rezensent

Alf

Meine Fresse, haben Carnal Forge ne Entwicklung hingelegt! 2000 hat deren Zweitling "Firedemon" mit rohestem Thrash moderner Spielart so ziemlich alles in den Staub geprügelt, was sich ihnen in den Weg gestellt hat, einschließlich des fast zeitgleich erschienenen The Haunted Zweitlings "Made Me Do It", der den Slayer-Faktor zurückgefahren hat, zugunsten von, Würg!, Melodien und Midtempo. Zwar konnten sich Carnal Forge auf der anschließenden Tour nicht gegen die Ex-At The Gates Thrasher durchsetzen, aber das lag zum einen an deren energiegeladenen Performance und natürlich an der unerwarteten und unglaublichen Interpretation vom unsterblichen At The Gates Klassiker "Blinded By Fear". Als ob urplötzlich ne Bombe im Zwickauer "Alarm" eingeschlagen hätte! Kollektiver Slam-Dance-Orgasmus und danach durchgeschwitzte Metaller, die sich den Tränen nahe, Arm in Arm zum Biertresen schleppen um das unerwartete Glück zu verarbeiten , dass sie da gerade heimgesucht hat ... Hach, man möge mir diesen nostalgischen Ausflug verzeihen, aber wer dabei war, weiß was ich meine und reibt sich sicherlich gerade die Gänsehaut von den Armen ...

Nun gut, aber zurück zu Carnal Forge. Deren kompromisslose Vollgasfahrten haben schon immer wie eine Adrenalinspritze geknallt, mussten sich aber gegen die Veröffentlichungsflut des damals boomenden Ultra-Aggro-Thrash durchsetzen, gegen Defleshed, Terror 2000 und Co. Dementsprechend hat sich zumindest bei mir eine gewisse Übersättigung eingestellt und nach "Please ... Die!" (2001) habe ich die beiden Nachfolgeveröffentlichungen "The More You Suffer" (2003) und "Aren´t You Dead Yet" (2005) standrechtlich verpennt.

Ein Fehler, wie es aussieht, denn es ist fast nicht vorstellbar, dass die Rabauken, die Brachialgranaten wie "Too Much Hell Ain´t Enough For Me" abgefeuert haben, ein derart abwechslungs- und facettenreiches Album wie "Testify For My Victims" vollbracht haben sollen! Mit Sicherheit trägt auch der neue Sänger Jens C. Mortensen seinen Teil zur Soundkorrektur bei, aber beileibe nicht den Größten: Der Opener und Titelsong etwa startet gewohnt rasend los, setzt aber auf melodisch verschnörkelte Gitarrenduelle, wie man sie eher vom genialen aktuellen God Forbid Album "IV: Constitution of Treason" kennt. "Burning Eden" setzt dann auf melodischen Midtempo-Thrash und nachdem einen die erfrischende Hetzjagt "Numb (The Dead)" wieder in annähernd gewohnte Wutgefilde geführt hat, zeigen die verrückten Schweden mit dem geilen "Godsend Gods End", dass sie auch richtig dick stampfende Grooves auf der Pfanne haben. Wow!

Damit ist aber noch lange nicht Schicht mit der Abwechslung! Bei "End Game" zelebriert man dann eine Thrash-Variante die schwerstens nach Testaments "Low" Album klingt, inklusive Chuck Billy mäßiger Röhre! By "Freedom By Mutilation" zeigt man dem verblüfften Hörer, dass man auch wie eine flotte Version von Darkane klingen kann (ebenfalls inklusive Gesang), beim hypergeilen Thrash-Reißer "Lost Legion" wird gleich mal Slayer zitiert und beim Oberbrecher "Biological Waste Matter" werden plötzlich supergeniale Melodien in die Hochgeschwindigkeitszentrifuge geschmissen. Ich habs schon mal geschrieben, aber trotzdem: Wow!

Das alles zusammengenommen, verbunden mit dem glasklaren und modernen Sound gibt ein Album, an dem kein Freund moderner Thrash-Gewitter vorbeikommt. Hier gibt es Spieltechnik auf höchstem Niveau, Eingängigkeit, Wut, fetten Groove, rasende Geschwindigkeit, zuckende Breaks, melodisches Midtempo und dazu ständig spürbare Einflüsse von God Forbid, Darkane, Slayer, verrührt mit einer Prise Bay Area, ohne dass Carnal Forge damit jemals ihre Identität verschleiern würden! Was soll ich noch sagen? Ach ja: Zum letzten mal ein fettes Wow!!!



   
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