Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4646813
Besucher seit 09/2002


Kongh - Counting Heartbeats
Metalspheres Info-Box

Genre

Extremer Doom Metal / Post Rock

Label

Trust No One Recordings

Rezensent

Volker

Wer Herzschläge zählt, kommt selten auf Blastbeat-Geschwindigkeiten. Von Extrembelastungen mal abgesehen und Kammerflimmern sei nun auch Niemandem gewünscht. Oder zumindest den Wenigsten. Wer Herzschläge aber in absolutem Ruhezustand zählt, gelangt in Bereiche, die in metallische BPM übersetzt schon kein Midtempo mehr ergeben. Der Ruhepuls ist also ein doomiger Geselle, zumindest darf man dies anhand des Debuts von Kongh vermuten.
Die Bandgründung liegt bei den Schweden noch nicht sehr lange zurück, 2004 fanden Gitarrist David Johansson und Drummer Tomas Salonen zusammen, konnten mit der Zeit noch den Bassisten Oskar Ryden als tieftönenende Unterstützung rekrutieren, und unternahmen mit einem ausgedehnten Demo im Frühjahr 2006 den ersten entscheidenden Schritt. Positive Reviews und erste Labelanfragen folgten, so dass nun mit „Counting Heartbeats“ der erste offizielle Longplayer am Start ist. Zwei Songs des genannten Demos werden hier mit drei neuen Stücken ergänzt, was nach mathematischen Erhebungen fünf Songs ergibt, die sich über stolze 65 Minuten Spielzeit erstrecken. Wenig überraschend unterschreitet daher keines dieser Stücke die 11-Minuten-Marke und das will selbst in Doom-Gefilden etwas heissen. Monumentale Spielzeiten sprechen nun keineswegs zwangsweise für monumentale Songs, doch Kongh sind in dieser Hinsicht allemal auf einem guten Weg.

Das schwedische Trio schleudert jedenfalls in Sachen Heavieness einen gewaltigen Brocken in die zeitgenössische Metal-Landschaft und lässt sich dabei nicht auf eine bisher gängige Formel reduzieren. Sinistre, stoische Lava-Riffs prägen „Counting Heartbeats“, gar Wesenszüge des Funeral Dooms nehmen Einfluss, paaren sich mit rockigen Sludge-Parametern und auch das viel strapazierte Wörtchen „Post“ muss hier fallen. Post Rock, Postcore, Post-Neurosis-Sound – wie auch immer ihr wollt, dies alles passt auf seine Art irgendwie zu Kongh. Karger Minimalismus trifft so auf psychedelische Alptraum-Momente, wüste Eruptionen und gepeinigt klingende Vokaleskapaden von David Johansson, die wirkungsvoll punktuell eingesetzt werden. Fast stets auf dem Bremspedal stehende Black Cobra könnten so ähnlich klingen, wenn gleich Kongh trotz ausufernder Songs für deren Liebe zum Noise zu strukturiert klingen. Es ist wohl gerade dieses minutenlange feingliedrige Basteln an gewaltigen Soundtürmen in Verbindung mit spontanen Ausbrüchen, was den Reiz an Kongh ausmacht. Man höre etwa das wahrhaft nervenzerfetztende „Megaprimatus“ als beeindruckendes Beispiel, die Schweden erheben sich hier aus minutenlanger extremer Stringenz in totale Exstase, um einem zum Schluss noch eine wilde Feedback-Orgie um die geplagten Ohren zu hauen. Und wie sie danach in „Zihuatanejo“ auf hohem Härtniveau sanft gleitende Übergange zwischen Uptempo und Zeitlupe schaffen, grenzt schon an Genialität. Dieser ganz frühe Song der Band ist auf jeden Fall der Progressivste der hier Vertretenen.

Dazu kommt noch ein herrlich transparenter Sound, der sowohl Bass, Gitarre als auch Schlagzeug enorm akzentuiert ins Licht rückt und somit die Klanggewalt der Band ideal transportiert. „Counting Heartbeats“ wird gewiss wie so viele Alben dieser Art nur eine kleine Minderheit erreichen können, doch diese sollte sich auf einiges gefasst machen. Im Bereich des anspruchsvoll-anstrengenden und doch groovigen Krachs auf Zeitlupenbasis sind Kongh nämlich definitiv ein heisser Newcomer!



   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword