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Mystery Blue - Metal Slaves |
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Metalspheres Info-Box |
Genre |
Power/Speed Metal |
Label | Roadshow Productions | Spielzeit | 44:46 |
Rezensent |
Peter |
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CDs ohne Intro/Outro, Bonustitel, Coverversionen gibt es heute kaum noch. Im Prinzip spricht auch nichts dagegen. Lediglich die Einführungen in das Hörvergnügen können manchmal ganz schön an die Substanz gehen. Im konkreten Fall handelt es sich um "Human E.T.(natures despair)", das die aktuelle CD von Mystery Blue einleitet. Didgeridoo gepaart mit animalischen Geräuschen (könnten Paarungslaute von Primaten sein), dazu eine heftige Riffattacke, die sich so gar nicht nach standesgemäßen Klängen anhört und immer wieder das nervtötende Getröte des australischen Alphorns. Hilflos pendelt mein Blick zwischen der Vorderseite des Covers und der Rückseite. Die CD heißt doch "Metal Slaves" und Titel wie "Slave to blood" oder "Metal dream" versprechen das Paradies oder kommt doch die Hölle. Nach etwas mehr als 2 Minuten dann die Erlösung. Ja, es ist das Wunderelixir, das auf den schönen und klangvollen Namen Heavy Metal hört und es gibt noch Hoffnung in Frankreich. Nach Malediction und den altgedienten Platzhirschen Killers nun eine weitere Hoffnung in punkto harter Tatsachen. Bis dato war mir die Band recht wenig bekannt, aber dieser Faux pas ist jetzt ausgemerzt. Ehrwürdig und demutsvoll knie ich vorm Tabernakel und danke mal wieder den Göttern des Schweren Metalls für eine CD mit Ewigkeitscharakter. Was ist denn nun so toll an den 12 Titeln? Was zeichnet diese Band aus? Im Prinzip alles! Hier stimmt zuerst die Einstellung. Die Band kalkuliert nicht einen möglichen Erfolg und richtet ihre Titel entsprechend aus. Irgendwelche ausgelutschten, melodischen Jammergesänge sind hier komplett Mangelware. Herausragendes Merkmal ist Sängerin Nathalie Geyer, die sich wie eine wildgewordene Mischung aus Doro, Sabine Edelsbacher und Dawn Crosby anhört. Die Madame braucht garantiert kein Mikrofon. Der zweite Pluspunkt sind die Musiker. Die haben ihre Lektion in jahrelanger harter Arbeit gelernt und wissen, was ordentlich geschmiedeter Stahl ist. Egal ob im Midtempo ("Metal Dream") oder im ICE-Tempo ("Slave to blood") durch die Botanik gedonnert wird, die Band ist in allen Belangen over the top. Mystery Blue hätten es eher verdient, in dem ganzen Heavy Metal Boom die Führungsrolle zu übernehmen, als die vielen Dünnbrettbohrer aus Nord/Süd-Europa. Diese CD ist meine Vorstellung von perfektem, reinen, unverfälschtem Metall.
Vive la France! Vive la Heavy Metal!
P.S.: Die CD gibt es unter anderem bei Hard Boiled.
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