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The Spirit lives on - The music of Jimi Hendrix revisited Voume 1
Metalspheres Info-Box

Genre

Rock/Jazz

Label

Lion Music

Rezensent

Peter

Es war einmal vor ewigen Jahren in Amerika. Jung Regi (vermutlicherweise auf den Namen Reginald getauft) stürmt außer Atem von draußen in die heimische Küche.
"Mama, weißt du, was die Jungs bei uns in der Schule erzählen?"
"Nein!"
"Dass Jimi Hendrix, der größte und beste Gitarrist ist, der jemals gelebt hat."
Muttern schweigt und Regi fragt weiter
"Sind wir mit diesem sagenumwobenen Menschen irgendwie verwandt? Immerhin schreibt sich sein Name genauso wie unserer."
"Nun, da sind schon verwandschaftliche Verknüpfungen, immerhin ist Jimi Hendrix dein Cousin."
Da war klein Regi ganz glücklich und stolz, aber das Schicksal meint es manchmal nicht gut mit einem. Beim sonntäglichen Pflichtpicknick der Familie wurde die Frage gestellt, die besser nie hätte gefragt werden dürfen.
"Warum kommt Cousin Jimi uns eigentlich nicht besuchen? So ein Picknick wäre doch eine günstige Gelegenheit, ihn mal kennen zu lernen."
Da nahm die Mutter so liebevoll wie Mütter es nur können ihren Sprössling in die Arme und sagte: "Das wird leider nicht möglich sein, da dein Cousin schon einige Jahre tot ist."
Schwere Melancholie und spätere Depressionen überfielen den armen Regi und selbst die beste Therapie schien keinen Erfolg zu zeigen. Da hatte der Therapeut die Idee, die ihm als letztes Mittel zur Heilung in den Sinn kam und das Schicksal sollte ein zweites Mal fürchterlich zuschlagen.
"Regi, ich habe da einen Gedanken. Du kennst dich doch im Musikgeschäft aus. Wie wäre es, wenn du dir ein paar geeignete Musiker suchst und eine CD mit ein paar Liedern deinens verblichenen Cousins in die Wege leitest? Zumindest bei einem Titel kannst du ja auch singen."
Das erschien Regi eine gute Idee und er schickte Eulen rund um die Welt, ließ u.a. Chris Howe, die komplette Mannschaft von Sun Caged, Richie Kotzen und Cyril Archard von seinem Unternehmen wissen. Die sagten alle freudig zu, jeder durfte sich einen Titel aussuchen und dann ging es los. Nur leider wich die Freude, endlich mal wieder etwas sinnvolles zu tun, der Erkenntnis, dass es ein Unding ist, überhaupt nur einen Ton von Jimi Hendrix zu covern. Wie sollte so etwas verrücktes auch möglich sein? Aber das Unmögliche musste möglich gemacht werden, egal wie.
"Freedom" in der Version von Sun Caged erinnert irgendwie an ein iranisches Gefangenenlager, weniger an Freiheit und überhaupt hätte Jimi Hendrix nie versucht, den psychedelischen Geist der 60er mit Prog-Gefrickel zu vermischen. Über die misslungene Gitarrenadaption schreibe ich jetzt nichts
"Gypsy Eyes" wird von Mistheria und Andre Rivera zu Anfang fast genauso gespielt wie der Kanzlerhit "Hol' mir mal 'ne Flasche Bier", um dann ein flotter Hard Rocker zu werden. Könnte sein, dass Jimi Hendrix diesen Titel heutzutage genauso spielen würde.
"Highway Chile" wird von Cyril Orchard in eine wenig befahrene Nebenstrasse von Santiago de Chile verwandelt. Flach, flacher, am uninteressantesten. Jimi Hendrix rotiert mit Höchstgeschwindigkeit in seinem Grab.
"Crosstown Traffic" und "Arabesque", welch eine Mischung. Was im Original die Rushhour von New York war, ist hier der Kreisverkehr von Rübennasenhausen. Ach so, Hähne die krähen und Frauen die singen soll man bei Zeiten den Hals umdrehen. Ansonsten langweiliges Gerocke mit dezenter Jazzeinlage, die im Puff von Murmansk für Spannung sorgen könnte.
Stone Free. Jetzt wird es doch noch interessant. Eric Sands hat den Bogen raus und versucht erst gar nicht, überhaupt nur in der Nähe der meisterhaften Originalvorlage zu kommen. Super intoniert, gut platztiert zwischem knackigem Rock mit dezenter jazziger Basstechnik.
"Little Wing"? Einmal Chicken Wings und ein paar Zwiebelringe bitte, da ist mehr Spannung drin. Was hier von Michael Harris und Co. verbrochen wird, hätte in den goldenen Zeiten des Wilden Westens mindestens teeren und federn bedeutet. Langweiliges Gesinge, dezent Latino angehauchte Nebenbeiunterhaltung. Könnte auch der deutsche Beitrag für den Döner Grand Pix in Istanbul sein.
"Spanish Castle Magic". Lars Eric Mattson und Chris Poland müssen eine Menge Geld bekommen haben, um sich für so etwas herzugeben. Das Grundmuster ist eindeutig Jimi Hendrix, aber der Rest ist ein Fall für die Uno Menschenrechtskommision. Pling, Pling, Plong, Plong, zu mehr reicht es bei der Abteilung Rhythmus nicht und der Rest hört sich an, als ob die beteiligten Musiker Probleme mit ihrem Darmtrakt hatten.
"Bold as love". Hier darf Regi singen. Das gibt es doch nicht, der singt fast wie sein Cousin und überhaupt gefällt die sehr entspannte Version. So hätte es Jimi Hendrix heute auch gemacht.
"Fire". Hat hier jemand die Feuerwehr gerufen? War nur ein Fehlalarm. Bumblefoot und seine Kollegen haben ein paar Bier zuviel getrunken, von den Zeiten geträumt, als Jimi Hendrix im Star Club zu Hamburg aufgetreten ist, so ca. 1966, und versucht, diese Epoche wiederzubeleben. Zwischen Krach, Jazz und der Verunglimpfung eines Toten angesiedelt, der sich nicht mehr wehren kann.
"Foxy Lady". Was im Original eine scharfe Braut war, ist hier eine abgetakelte Dorfschlampe, die nachts verzweifelt um die Häuser zieht und doch keinen Freier findet. Überhaupt basiert der gesamte Titel in der neuen Version auf einem sehr simplen Grundthema, das nur sehr wenig variiert wird.
"3rd Stone from the Sun". Kein Freibier für Schröder und keine Gnade für Carl Roa. Schon der Versuch, die Einleitung so klingen zu lassen, wie die Erstversion, ist Frevel. Im übrigen gehen mir mittlerweile die ganzen Jazz Dudeleien auf den Zeiger.
"Star Spangled Banner". Wer immer Randy Coven ist, Mut hat er. Die absolut destruktiv, provokante Version der amerikanischen Nationalhymne, wie sie Jimi Hendrix anno 1969 auf dem Woodstock gespielt hat, auf einem Mittelding aus Gitarre und irgendwas mit Effekten, noch einmal in Erinnerung zu rufen, verdient Respekt. Nicht so wüst und anklagend, aber irgendwie interessant.
"Little Miss Lover". Nochmal Lars Eric Mattson und diesmal mit Richie Kotzen. Die Version, die aus der nymphomanen Dame von damals eine fette Bordellbesitzerin macht. Leute gebt es auf, entweder Hard Rock oder gar nicht. Irgendwas, das an den Meister erinnert dazwischenmogeln, das passt nicht.
Hoffentlich bleibt uns ein zweiter Teil erspart. Verfasst und beim Schreiben mächtig geärgert hat sich ein langjähriger Fan von Jimi Hendrix.



   
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