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Lupercalia - Florilegium
Metalspheres Info-Box

Genre

Neoklassik / Mittelaltermusik

Label

Equilibrium Music

Rezensent

Volker

Auch ein Metal Magazin sollte es sich zur Aufgabe machen, ab und an mal über den Tellerrand zu schauen und nicht schlecht dazu geeignet sind Veröffentlichungen kleiner aber feiner Labels wie Equilibrium Music aus Portugal, das sich die Veröffentlichung künstlerisch ambitionierter Band aus den Bereichen Neoklassik und Dark Folk auf die Fahnen geschrieben hat. Die Italiener Lupercalia sind nun die erste nicht aus Portugal stammende Band, die es zu Equilibrium geschafft und dort eine fraglos passende Heimat gefunden hat. Gerade mal zwei Personen sind für den opulenten Klang der Band verantwortlich, Sopranistin Claudia Florio und Multi-Instrumentalist Riccardo Prencipe. Alte Musik verschiedener Epochen wird mit ausgebildetem Gesang (Frau Florio ist sicherlich zu den Meisterinnen ihres Fachs zu zählen) zu einem wirklich tiefschichtigen Musikerlebnis verwoben, für welches das Mittelalter ebenso wie die südeuropäische Folklore stilprägend sein dürften. Manchmal werden die Stücke allein von Stimme und klassischer Gitarre getragen, doch wenn ritualhafte Percussion und Streicher hinzukommen sind Lupercalia in der Lage, einen leidenschaftlichen Sturm zu entfachen.
Qntal, Arcana und Ataraxia sind Bands, die mir als nicht unbedingt ausgeprägtem Szenekenner als beschreibender Vergleich einfallen, wobei sich Lupercalia jedoch durch fast ausschliesslich akustische Instrumentierung unter völligem Verzicht auf Dark Wave Elemente abheben. Um sich wirklich ein Bild von "Florilegium" zu machen, muss man das Album allerdings selbst gehört haben, denn Stücke wie das orientalisch anmutende "Aegypto ad Siciliam", der rhythmische Tanz "Axe" oder das schwermütige "Ouroboros" haben jeweils ihren ganz eigenen Charakter. Die Texte von "Florilegium" (zu deutsch:
"Schriftensammlung") sind bis auf zwei abschliessende englischsprachige Songs komplett auf Latein gehalten, was der altertümlichen Aura der Musik sehr zuträglich ist. Damit sollte auch klar sein, dass der Zugang von Lupercalia zu alter Musik ein ganz anderer ist, als bei einem Großteil der Bands, die in Kombination mit Rock, Metal oder was auch immer, Klassik und Mittelaltermusik eher als Stilmittel verwenden. Die Italiener bevorzugen eine eher musikhistorische Perspektive, wie sich z.B. bei dem aus dem 12. Jahrhundert stammenden "Pilgrim's Chant" zeigt.
Ein wirklich anspruchsvolles, aber trotzdem schön zu hörendes Album, dessen Live-Umsetzung auf dem nächsten WGT sicherlich eine gute Sache wäre!



   
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