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Castle Well


Seit 1985 existieren nun Castle Well. Kosequent in der gleichen Besetzung, komme was will. Zuerst unter dem Namen Bloody Mary, musste dieser bald zu den Akten gelegt werden, da es schon eine Band mit diesem Namen gab. Gut, dass der dann gewählte neue Name auch schon vergeben war. Airwolf wäre so oder so nicht das wahre gewesen. Da Schloßborn die Heimatbasis der Band ist, war es mehr als nur naheliegend, die Band in Castle Well umzutaufen. Bis einschließlich der ersten CD ("Helpless" aus dem Jahr 1997) wurden 7 Demos aufgenommen und einen Samplerbeitrag gab es auch. Gut Ding will Weile haben und so hat es bis zum Ende des Jahres 2004 gedauert, bis es ein neues, nicht zu überhörendes Lebenszeichen gab. Alles weitere klar und ausführlich erklärt von Gitarrist Frank Schrange.


Mehr als 6 Jahre sind seit unserem letzten Interview vergangen. Was haben Castle Well denn in dieser langen Zeit alles an spannenden Sachen erlebt?

FS: Es sind ein paar neue Songs entstanden, die wir auch versucht haben, in irgendeiner Form und Weise aufzunehmen. Ein paar Konzerte haben wir auch gespielt, aber im großen und ganzen hätte mehr passieren können. "Gescheitert" ist das ganze an privaten Sachen. Jeder hat sein Ding durchgezogen, da gab es Beziehungsprobleme, Familiengründungen, Probleme mit dem Beruf, aber trotzdem hat die Band immer weiter existiert. Wie schon gesagt, neue Lieder sind entstanden und die CD hätte nach 4 Jahren erscheinen können. Das war zumindest so geplant.

Sieben Jahre sind seit "Helpless" ins Land gezogen. Eine lange Zeit, um sich über dies und das Gedanken zu machen. Was bei euch im Prinzip nicht der Fall war. Ich hoffe nicht, dass du meinen Eindruck bestätigst, dass lediglich ein paar alte Lieder den Weg auf die CD gefunden haben.

FS: Im Prinzip hast du das gut erkannt, zumal "Witches must burn" aus dem Jahr 1985 stammt. Allerdings wurde einiges geändert, so dass es dann doch wie ein neues Lied klingt. Aber der Rest wurde erst nach der "Helpless" komponiert.

Wenn es um "True Metal" geht, dürften Castle Well die besten Repräsentanten dafür sein? So groß habt ihr euch seit der Gründung der Band nicht weiter entwickelt.

FS: Was haben Manowar gemacht? Die haben sich auch nicht groß verändert. Die haben den Begriff eigentlich geprägt. Wir ziehen unser Ding durch. Obwohl ich schon Veränderungen sehe, die für einen außenstehenden nicht so zu erkennen sind. Ich würde gerne auch mal andere Musik machen, keine Frage. Southern Rock der Marke Molly Hatchet liegt mir sehr am Herzen, das höre ich gerne, kann es aber nicht umsetzen, weil mir das Gespür dafür fehlt. Das liegt ganz klar beim Heavy Metal, mit einem leichten Touch Amerika, das ist mein Ding. Der Schuster bleibt eben bei seinen Leisten.


Da es nicht all zu oft neue Veröffentlichungen von euch gibt, hätte es doch durchaus denkbar sein können, mal was ganz anderes zu machen. Was weiß ich, Speed, Thrash oder so was.

FS: Hätten wir das gemacht, würde die CD wie Schrott klingen. Ich kann die Songs nur so schreiben, wie sie in meinem Kopf entstehen. Das passiert nicht bewusst, dass ich einen Titel so komponieren muss, weil ich es so muss. Das entsteht so, wie es mir einfällt. Es gibt Titel, die auch verworfen wurden, ganz einfach, weil sie nicht gut genug waren. Das was auf der CD ist, ist Castle Well. Ich habe da einen sehr hohen Anspruch und der Versuch, etwas anderes zu probieren funktioniert einfach nicht. Bei anderen Bands funktioniert das auch nicht, nimm z.B. Judas Priest.

Für alle diejenigen, die euch überhaupt noch nicht kennen, versuch doch mal Castle Well musikalisch zu definieren.

FS: Heavy Metal britischer Art der achtziger Jahre mit Einflüssen aus dem Hard Rock und auch aus den siebziger Jahren, die so genannten Dino Bands. Das würde ich jetzt mal behaupten. Obwohl eine Beschreibung ganz schwer ist. Ich vermute auch mal, dass wir einen eigenen Stil entwickelt haben. Ob es wirklich so ist, keine Ahnung, das kann ich nur vermuten. Den Kritiken nach zu urteilen ist es so. Ich würde sagen, so wie es oben beschrieben ist, ist es die beste Beschreibung.

"Back for Revenge" heißt die neue CD und ist ein Konzept mit einem etwas ausgelutschten Thema. Hexen! Das hat es doch schon 1000 mal gegeben.

FS: Innerhalb der 7 Jahre seit "Helpless" bestimmt. Damals war das Thema noch nicht so arg strapaziert, mittlerweile ist es das. Wie auch immer, so was passiert uns regelmäßig. Ist endlich was neues am Start, dann waren andere schon vorher in der Sache aktiv. Ein paar Lieder wurden geschrieben, aus denen das ganze zusammengebaut wurde. Ein wenig Splatter mag mit drin sein. Ein bisschen was wollten wir aus unserem Heimatort verarbeiten, wo es die Inquisition wirklich gab. Während die meisten Hexen in irgendwelchen Geschichten als gut dargestellt werden, ist unsere eben böse. Obwohl es zu Anfang eine recht neutrale Person war, deren Boshaftigkeit erst richtig mit der Verbrennung los ging. Möglicherweise wäre ohne den Scheiterhaufen nichts passiert. Aber das ist dann auch eine Auslegungssache.


Auf der letzten CD gab es einen Titel namens "2020", wo viel mit klassischen Elementen gearbeitet wurde. Als Kontrast zum Thema der neuen CD hätte das sicherlich als weitere musikalische Untermalung gut gepasst? Leider wurde das aber nur beim Intro "The Castle" realisiert.

FS: Genau das wollte ich nicht, das sollen andere Bands machen. Die Einleitung sollte so ein typischer Einstieg sein, wie bei den Ritterfilmen aus den fünfziger Jahren, also die Fanfaren und so was, nur eben auf der Gitarre gespielt. Der Rest sollte schon normaler Metal sein. Ich wollte weder eine Mischung aus Folklore und Metal und auch nicht die klassische Kiste auspacken. Rondo Veneziano und Metal, da hatte ich keine Lust drauf. Dieses Thema ist so dermaßen ausgeschlachtet, wir haben es einmal gemacht, vielleicht gibt es in Zukunft mal wieder was in Richtung "2020", aber damm nicht so aufdringlich, und passen sollte es auch. Unsere Wurzeln sollten auch nicht verleugnet werden, also das, was ich schon beschrieben habe.

Wie weit kannst du meine Beurteilung von "Tonight" teilen? Ist dieser Hinweis auf frühe Blind Guardian oder Metallica(Schwarzes Album) ungefähr zutreffend?

FS: Der Song ist ausschließlich von unserem Sänger, der könnte da jetzt mehr zu sagen. Ich bin nur der Gitarrist der spielt. Das Stück als solches ist ziemlich geil. Das macht ja den Kontrast aus, weil es so zum Rest nicht passen will. Ich finde es schon gut, dass so ein Titel auf der CD ist, der im übrigen sicherlich ein Highlight ist.

Mit der letzten CD habt ihr seinerzeit quer durch die Bank positive Resonanzen erfahren. Glaubst du, wieder die gleichen Leute zu erreichen, oder ist die neue CD praktisch ein Neuanfang?

FS: Wir fangen nicht bei Null an, da "Back for Revenge" die gleiche Käuferschicht erreichen wird. Im H.O.W. haben wir eine sehr gute Kritik bekommen und im Prinzip wird nahtlos an die letzte Veröffentlichung angeknüpft. Im Prinzip ist alles beim alten geblieben, nur ausgereifter. Auch die Interessenten werden die gleichen sein, da hat sich nicht viel geändert. Alles in allem eine logische Weiterentwicklung mit einer entsprechenden logischen Konsequenz, weil es auf "Helpless" zwei oder drei Ausreißer gab. Jetzt ist alles kompakter und durchdachter.

Was ist in der nächsten unbestimmten Zeit geplant?

FS: Neue Titel schreiben, neue CD aufnehmen. Wann? Was weiß ich! Wir sind ungebunden und wenn ich keine Ideen habe, dann gibt es keine CD, und wenn mir was einfällt, dann gibt es die CD etwas früher. Aber an Ideenlosigkeit scheitert es bei mir nicht. Was noch geplant ist? Es sollen ein paar uralte Titel neu aufgenommen werden, in einer sehr kleinen Auflage, maximal 100 bis 200 Stück. Allerdings überlegen wir noch, ob das überhaupt Sinn macht. Das sind Titel aus der Zeit, als wir gerade die Instrumente halten konnten, wobei bei diesen Titeln allerdings die Grundmelodien immer recht gut waren. Ich schäme mich für nichts, für keinen früheren Titel, nur an der Umsetzung hat es immer gehapert. Weiterhin ist angedacht, auf ein paar Festivals zu spielen, Headbangers Open Air oder so was. Kleinere Sachen im Underground sind da allerdings schon realistischer.

Die berühmten letzten Worte.

FS: Was sag' ich jetzt? Das muss schon Sinn machen! Ich grüße alle Fans der NWOBHM, die es weltweit noch gibt und ich hoffe, dass wir mit Castle Well dazu beitragen können, dass diese Musikrichtung weiter erhalten bleibt. Weiterhin hoffe ich, Euch in Zukunft auch mal auf einigen Festivals zu sehen, auf denen wir spielen dürfen.


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Peter



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