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Seit 1994 existiert nun das Aushängeschild der Metal Szene im Großraum Bergstrasse. 11 Jahre in denen drei CDs erschienen sind, die alle durchweg gute Kritiken erhalten haben. Zumindest bei denen, die etwas genauer hinhören, was der aktuellen Veröffentlichung bei einem Kollegen nicht so ganz gelungen ist. Aber wie sagt Karlsson vom Dach immer so schön? Was stört es einen großen Geist? Wie immer gut gelaunt und auskunftsfreudig stellte sich Schlagzeuger Stefan Lerchl meinen Fragen. Los geht's!


Fünf Jahre sind seit unserem letzten Interview vergangen. Da dürfte in der Zwischenzeit sicherlich eine Menge passiert sein?

SL: 1999, das liegt schon weit zurück. Gut, da ist die "Monument" erschienen. Danach haben wir noch mal versucht, mit unserem ehemaligen Gitarristen, der schon auf der "Street Symphony" gespielt hat, das ganze voran zu bringen, in der Hoffnung auf neue musikalische Einflüsse. Leider ist das dann in ein einziges Gitarrengefrickel ausgeartet, was uns dann auch nicht so recht war. Dazu kam noch mein Hausbau und damit einhergehend konnte ich dann auch nicht so oft zu den Proben kommen. Einmal die Woche war schon schwierig und das hat einigen in der Band mächtig gestunken. Dazu kamen außerdem noch diverse private Probleme und dadurch war es dann für alle nicht mehr möglich kontinuierlich zu proben. Also wurde beschlossen, die Band Mitte 2002 ad acta zu legen. Wir haben uns zu der Zeit im guten von zwei Bandmitgliedern getrennt. Mit einem alten Spezi habe ich dann ganz locker einmal im Monat ganz locker zusammengespielt, dazu kamen noch unser Sänger Matthias und Bassist Martin. Das ging irgendwann aus beruflichen Gründen auch nicht mehr, das war uns dann auch wieder zu wenig bis irgendwann wieder mehr Zeit für die Musik vorhanden war. Wir haben damals versucht, einen neuen Gitarristen zu finden, wobei noch nicht ganz geklärt war, ob es unter dem alten Bandnamen weitergehen soll. Dann wurde ein neuer Gitarrist gefunden, Oliver Baudisch, der schon in früheren Jahren mir Martin und Matthias in einer Band war. Diese Band hieß Escape, was wiederum der quasi Vorläufer von Critical State war. Oliver beherrschte noch viele Songs aus dem Repertoire von Escape, z.B. "L.A.", das auch auf der neuen CD ist, und so wurde der alte Bandname wieder aus der Kiste geholt und versucht, die alte Stärke wiederzufinden. Was auch dank Oliver ganz gut gelungen ist, zumal er der technisch beste Gitarrist ist, den wir je hatten.

Soweit ich mich erinnere, war "Mankind" schon für 2002 geplant, also muss es ein entsprechendes, komplettes Werk schon gegeben haben?

SL: Das war nicht "Mankind". Nach der "Monument" war geplant, eine CD zu veröffentlichen, die den Titel "The King is dead" tragen sollte. Da es im Fame of Metal eine entsprechende Anzeige gab, müsstest du das eigentlich noch wissen. Dieser damalige Titel der geplanten dritten CD ist jetzt ein Song auf der aktuellen CD, somit haben wir schon auf bestehendes Material zurückgegriffen. Direkt nach der letzten Veröffentlichung gab es diese ganzen Bedenken und Probleme noch gar nicht.


Bei unserem letzten Interview hast du die folgende Feststellung praktisch dementiert, allerdings bin ich auch heute der Meinung, dass ihr euch mit jeder Veröffentlichung runderneuert präsentiert habt.

SL: Absolut, was aber auch damit zusammen hängt, dass auf jeder der CDs immer ein neuer Gitarrist spielt. Alle hatten bzw. haben ihren eigenen Stil, der Oliver hat bei "Mankind" den Titelsong und auch die Ballade alleine komponiert und ein Gitarrist drückt einer Band immer irgendwie ihren persönlichen Stempel auf. Wobei Matthias und ich schon noch die hauptsächlichen Songwriter sind. Auch wenn ich dir recht gebe, dass die bisherigen CDs unterschiedlich klingen, so ist es immer noch typisch Critical State. Wir wollen uns auch nicht in eine Schublade packen lassen, genauso wenig wie wir wollen, dass weitere Veröffentlichungen sich wie vorherige anhören müssen. Das wollen wir einfach nicht. Wir sitzen im Proberaum, schreiben unsere Songs, und was passiert das passiert. Deswegen gibt es auf der neuen CD einen deutsch gesungenen Titel, warum das so ist habe ich dir schon erzählt. Dass dies ein Kritikpunkt wird, war uns durchaus bewusst, aber uns war eben wichtig, einem guten Freund einen Gefallen zu tun.

Bei "Monument" gab es das kurze Gastspiel eines Geigers. War das ein Experiment oder war diese einmalige Sache von vornherein zum Scheitern verurteilt?

SL: Diese Sache wurde deswegen nicht weitergeführt, weil es nicht gepasst hat. Weniger musikalisch als vielmehr aus anderen Gründen. Für ein paar Passagen bei einigen Titeln ist das eine gute Sache, aber als festes Mitglied und somit bei jedem Auftritt... Das ist zwar nicht in die Hose gegangen, weil selbst "Street Symphony" auch mit dem Geiger sehr gut klingt, nur war es nicht so, dass das ganze unbedingt fortgeführt werden müsste. Aber es war kein Experiment, nur waren da die vielen Bands, in denen der Helmut involviert ist, und es war nie sicher, ob er zum Auftritt erscheint oder nicht, somit kam es dann zur Trennung.

Ich stimme dir bedingt zu, wenn du sagst, dass Critical State auch auf der neuen CD als solche zu erkennen sind. Heavy Metal und gewisse Markenzeichen der Band sind noch vorhanden. Allerdings ist das ganze diesmal etwas weich gespült und der Bereich Hard und Melodic Rock ist kein Tabuthema für euch.

SL: Das ist absolut richtig und damit sind wir auch ganz zufrieden. Momentan spielen wir die Songs für die neue CD ein und da geht es wieder ganz anders zur Sache. Die wird dann wieder um einiges härter sein. Allerdings finde ich, dass "Mankind" für unsere Verhältnisse eine super CD geworden ist. Zumal es die erste ist, die wir selber produziert haben. Gegenüber den früheren Veröffentlichungen ist die aktuelle CD nur bedingt weicher ausgefallen. Es sind schon einige Kracher zu hören, z.B. "The king is Dead" oder "Innocent guilty", das ist die Fortsetzung von "The dark Half". Der Strophenteil ist eher ruhig, während der Rest ganz gut abgeht. Der Eröffungstitel ebenfalls mit seinen klassischen Achtziger Jahre Riffs. Ich denke schon, dass genug Schwermetall vorhanden ist.


Trotzdem gibt es auch "ungewöhnliche" Titel wie z.B. "Shattered Dreams", fast schon Pop Musik und "stumme Schreie".

SL: Da wir uns keine Grenzen setzen, ist so etwas auch bei Critical State möglich. Ob es in der Zukunft noch einmal einen deutsch gesungenen Titel geben wird, das glauben wir eher nicht. Unser Freund ist sehr stolz darauf, dass wir eines seiner Gedichte vertont haben, und wir sind stolz darauf, dass es gelungen ist. Wäre es ein englischer Text gewesen hätte es nicht so ein Aufsehen erregt. Das ganze hätte auch als Zusatztitel oder versteckter Titel erscheinen können, aber wir stehen dazu, das sollte schon ein vollwertiger Song sein. Zu "Shattered Dreams" folgendes: Auf "Street Symphony" gab es ein Lied namens "I would like Someone", eine Ballade ohne Schlagzeug, nur Gitarre und Gesang. Auf der "Monument" gab es "Spirits remain", auch wieder eine Ballade, und jetzt eben dieser Titel. Eine etwas Rock orientiertere Ballade, um es mal so auszudrücken. Insofern passt "Shattered Dreams" absolut ins Konzept. Das ist also nichts neues, da es immer sehr viele Melodien in unseren Titeln gegeben hat. Ich persönlich meine sogar, dass dieser Song einen leichten Anflug von Santana hat. Uns allen in der Band gefällt der Titel jedenfalls, und somit hat er auch seine Berechtigung auf der CD.

Lässt sich zwischen OTR als kleinem Label, das nicht so großzügig sein kann wie die Marktführer, und den 1,5 Punkten im Rock Hard Deiner Meinung nach ein Zusammenhang herstellen?

SL: Es ist vorstellbar, aber ich weiß es nicht genau. Ich weiß auch nicht, ob es Sinn macht, dass wir uns lange darüber unterhalten. Es wird jetzt noch ein Review im Magazin des "Deutschen Rock Musiker Verband" erscheinen und dann warten wir ab was die schreiben. Ich möchte die Benotung im Rock Hard nicht überbewerten. Wenn der, der uns so schlecht benotet hat, meint dass wir so Scheiße sind, dann soll er es meinen. Nur die Art der Kritik ist unter aller Kanone. Kritik an der Band ist in Ordnung, an der Musik oder den Titeln auch. Aber bei diesem Review ist die Hälfte des Textes "Stumme Schreie" gewidmet, und das sagt viel aus. Da war einfach nicht die Lust vorhanden, sich mit einer kleinen Amateurband auseinanderzusetzen.

Wie hilfreich ist denn OTR überhaupt für euch?

SL: Es ging nicht um einen Labelcode, der heute überall erhältlich ist. Zu Zeiten von "Monument" wollte uns der Otto auf dem "Power Battle 2" Sampler dabei haben. Da waren dann noch u.a. Tyrant Eyes, Avalon oder Goddess of Desire dabei. Gut, wir haben ihm unsere Teilnahme zugesagt. Für diesen Sampler gab es auch sehr gute Kritiken, teilweise wurden wir mit den größeren Bands gleichberechtigt erwähnt und das war schon eine tolle Sache. Damals wurde schon über eine mögliche Zusammenarbeit nachgedacht, und als jetzt die neue CD erschienen ist wurde das dann in die Tat umgesetzt. Wie weit uns OTR beim Verkauf der CD hilft das wird sich noch zeigen. Frag' mich in ein paar Monaten nochmal ob diese Zusammenarbeit etwas gebracht hat. Otto Raab ist sehr bemüht, hat sich z.B. um die ganze Bemusterung gekümmert, und jetzt heißt es abwarten was dabei herauskommt.


Kannst du schon ein paar Fakten zur nächsten CD verraten?

SL: Es wird eine typische Critical State CD, so wie alle bisherigen auch. Der Titelsong wird so um die 12 Minuten lang sein und die CD dann abschließen. Es werden wieder verstärkt härtere Songs zu Gehör gebracht. Das ganze spielt sich schon im Bereich achtziger Jahre ab, wird also traditioneller Metal sein. Immer mit der Maßgabe von guten Melodien, auch beim Refrain, Ohrwurmcharakter, wo wir sehr viel Wert drauf legen. Wie das ganze rüberkommt sehen wir dann, wenn alles fertig ist.

Die berühmten letzten Worte bitte!

SL: Critical State werden versuchen jedes Jahr eine neue CD zu veröffentlichen. Die momentane Besetzung ist die stärkste, die es bisher gegeben hat, technisch und auch spielerisch. In der derzeitigen Besetzung wird mit Sicherheit mehr als nur eine CD erscheinen.


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Peter



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