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Der Hexenhammer, erschienen 1487, ist bis heute noch eine recht beliebte Lektüre in katholischen Zölibatskemenaten. Die Band Hexenhammer und ihre aktuelle CD werden mit Sicherheit überall gern gesehene und gehörte Gäste sein, wo Wert auf anspruchsvollen Death Metal gelegt wird. Alles weitere gleich und sofort von Maik Hoffmann.


Wer seid ihr, wo kommt ihr her, warum macht ihr so eine üble Musik und warum mache ich überhaupt das Interview?

MH: Wir sind Hexenhammer aus Paderborn und die Band gibt es seit 1999. Damals noch im Trioformat, aber schon damals mit der Intuition Death Metal zu spielen und einfach mal die Sau rauszulassen. Letztes verbliebenes Gründungsmitglied aus der Zeit ist Ingo (Kuhoff, Gitarre), während die anderen aus den verschiedensten Gründen nicht mehr weitermachen konnten. 2001 entstand dann das Line up, das auch heute noch Bestand hat. Nach dem Demo "Death fuck Autopsy", wo ich allerdings noch nicht bei der Band war, wurde im November 2002 die Mini-CD "Hexenhammer" aufgenommen und dann im Frühjahr 2004 das neue Album "Divine new Horrors".

Soweit ich weiß, ist der Name der Band aus einer Bierlaune heraus entstanden. Allerdings passt dieser Name sehr gut zum schwarz-katholisch regierten Heimatort der Band...

MH: Ein weiterer Hauptgrund war auch der, eine Art antikatholische Parole zu schwingen. Wir sind nicht Anti Paderborn, sondern antichristlich, in Anführungszeichen gesehen. Hier im Ort ist der Name schon ein wenig kriminell. Alles in allem soll der Name das ganze Umfeld hier schon ein wenig provozieren.

Auch wenn du beim ersten Demo noch nicht dabei warst, interessiert mich die musikalische Entwicklung der Band, da ich bis heute außer der aktuellen CD keine weiteren Aufnahmen von euch kenne.

MH: Das Demo war eher Old School Death Metal. Dann hat man sich hingesetzt und versucht besser zu werden, es wurde geprobt und die Band wurde auch technischer. Die Mini-CD ist stilistisch mit der neuen Veröffentlichung vergleichbar, "Exumed and Consumed" wurde von der letzten CD mit auf die neue übernommen, und dieser Titel wird im übrigen als einer der besten gelobt, die es von uns gibt. Ich weiß nicht wie ich es ausdrücken soll, aber unser technischer Stand wie er heute ist, war schon 2002 erreicht.


Du erwähntest eine Tendenz in Richtung alte Schule und andererseits in Richtung technischer Anspruch. Versuchen Hexenhammer Death Metal neu zu interpretieren im Rahmen der gegebenen Möglichkeiten?

MH: Eine Neudefinierung ist nicht mehr möglich, das versuchen wir auch nicht. Das geht nach hinten los. Wir versuchen die verschiedenen Elemente gut zu mischen, wobei Old School mit Sicherheit nicht beseitigt wird. Es soll das gemacht werden, was für uns oder den Zuhörer am besten klingt, also Technik, Groove und Blast.

Was mir persönlich den Zugang zu "Divine new Horrors" erleichtert hat, ist die Tatsache, dass hier nicht wie verrückt drauf los gehämmert wird. Gewisse Tendenzen in diese Richting gibt es schon, aber ihr wollt nicht eine weitere dieser Prügelcombos sein. In jedem Titel steckt sehr viel Intelligenz und dadurch gibt es vielleicht doch eine Neuinterpretation.

MH: Das stimmt und kann so stehen bleiben. Du hast in sofern recht, dass wir nicht noch eine weitere Hyperblast Band werden wollen, von denen es schon tausende gibt. Wir ziehen unser Ding durch und das was uns am besten gefällt. Das was wir auch am liebsten hören wollen würden, als Death Metal Fans.

Wo siehst du die persönlichen Stärken der Band im Verhältnis zu vielen anderen weltweiten Mitbewerbern? Wie können sich Hexenhammer im Markt positionieren?

MH: Das ist eine schwere Frage. Was soll ich dazu sagen? Jeder unserer Songs ist wichtig und wir versuchen nichts zu 100% zu machen, sondern zu 120%. Es soll keine Lückenfüller geben, alles muss zu unserer Zufriedenheit ausfallen. Im Gegensatz zu anderen Bands, wo es teilweise nur drei gute Titel auf der CD gibt, versuchen wir alles mögliche dafür zu tun, dass auch wirklich jeder Song geil ist. In unseren Augen jedenfalls.

Wie schwierig war es denn, jeden der 12 Titel in einem überschaubaren Geschwindigkeitsbereich zu halten? Musstet ihr euch teilweise selber bremsen?

MH: Das kommt alles automatisch beim Songwriting. Bremsen mussten wir uns nicht. Wir versuchen schon, jeden Song auf Gewisse Art und Weise zu steigern. Nicht gleich das volle Brett zu fahren, sondern für jeden Titel eine gesunde Mischung zu finden. Wir prügeln nicht auf Teufel komm raus los. Es wird schon auf einen intelligenten Aufbau der Songs geachtet, so dass noch ein gewisser Steigerungsgrad möglich ist.

Der österreichische Karikaturist Manfred Deix hat einmal gesagt, dass er sich manchmal über seine hin und wieder sehr makabren Zeichnungen erschreckt. Geht es dir ähnlich, wenn du Eure Texte liest?

MH: Die Texte stammen von Sänger Frank Hürland und wir finden sie super gut. Klar, sie sind nicht gerade sehr zaghaft, aber es ist halt Death Metal und deswegen muss und soll das so sein. So ist zumindest unsere Einstellung.

Mein absoluter Favorit ist "Blasting Composition". Ist die Welt so schlecht?

MH: Die Welt ist so schlecht, oder? Dieses Stück sollte damals eigentlich als Eröffnungssong fungieren, ist dann aber auf der zweiten Position der CD gelandet. Aber dieser Titel ist eine Komposition aus Blast wie der Songtitel schon sagt und geht auf jeden Fall gut nach vorne los.

Eine gewisse Nähe zu Cannibal Corpse kann somit auch nicht abgestritten werden, oder?

MH: Das taucht immer wieder auf in den Reviews und kann nicht ganz geleugnet werden. Das ist irgendwie in unseren Wurzeln drin, da wir mit der Band groß geworden sind. Allerdings versuchen wir nichts und niemanden zu kopieren, sondern unser eigenes Ding durchzuziehen. Manchmal lassen sich gewisse Parallelen zu bestimmten Bands nicht vermeiden, aber wir wollen sicher nicht ausschließlich mit Cannibal Corpse verglichen werden. Wenn man genauer hinhört bei unseren Songs wird man merken, dass wir schon eine gewisse eigene Handschrift haben.

Dein Kommentar zu den ersten Reaktionen auf die CD. Zufrieden oder eher enttäuschend?

MH: Bis jetzt sind wir sehr zufrieden bis auf ein paar Kritiken, wo genau zu merken ist, dass die Schreiber von der Materie nicht sehr viel Ahnung haben bzw. sich mit der CD nicht auseinander gesetzt haben, was uns dann schon ein wenig ärgert. Das Legacy wird von sehr vielen Death Metal Fans gelesen, ein enorm wichtiges Magazin für uns. Ein Ergebnis mit 10 von 15 Punkten ist gewiss nicht schlecht, aber im Review wird nichts über die Musik ausgesagt. Da wird über den Namen der Band philosophiert aber keine konstruktive Kritik an sich geäußert, das ist uns aufgestoßen. Dafür gibt es dutzende anderer Reviews, die konstruktive Kritik anbringen. Alles in allem können wir uns nicht beklagen. Im Metal Hammer haben wir sogar 6 von 7 Punkten bekommen, das ist das schon sehr krass, da grade in diesem Mag die Death Metal Bands ja einen schweren Stand haben. Auch im Rock Hard hat man echt gut über uns gesprochen.

Einen Kritikpunkt habe ich in meinem Review unterschlagen: Die Klangqualität hätte besser sein können.

MH: Da muss ich dir Recht geben. Der Klang des Schlagzeugs ist nicht der stärkste. Der Gesamtsound ist auch nicht so gut. Unser Budget war begrenzt, allerdings ist der Klang vom Preis/Leistungsverhältnis aus gesehen gut ausgefallen. Mit dem Schlagzeug wird es bei der nächsten CD besser, da arbeiten wir dran. Allerdings schreiben viele, dass die Snare göttlich klingen würde, andere dass sich die CD nach "St. Anger" anhört, was ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. Der Sound den ich bevorzuge ist z .B. wie auf der letzten CD von Cryptopsy.


Wie sieht die nächste oder weitere Zukunft aus?

MH: Viele Konzerte spielen hoffe ich. Aller Wahrscheinlichkeit nach steht eine Tour ins Haus, da möchte ich jetzt aber noch nicht viel zu sagen. Geplant ist das schon, aber so lange wir nichts unterschrieben haben, wird nichts publik gemacht. Es geht um eine Europatournee mit einigen größeren Bands, wo wir der Support wären. Das Fuck the Commerce ist auch angedacht, aber auch hier ist noch nichts spruchreif. Das Jahr hat für uns super angefangen, und ich hoffe, dass es so weiter geht. Im September kommen Vader zum zweiten mal nach Paderborn und da sind wir dann wieder Support. Ansonsten versuchen wir so viele Songs wie möglich zu schreiben, um im nächsten Jahr wieder eine CD aufzunehmen.

Die berühmten letzten Worte!

MH: Danke für das Interview im Namen von Hexenhammer. Auf dass es ein gutes Jahr wird für euch und uns. Jeder Death Metal Fan sollte in "Divine new Horrors" reinhören, am besten auf unserer Homepage ein paar Songs runterladen, und dann überlegen, ob dieses Scheibchen nicht einen Kauf wert ist.


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Peter



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