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Vor einem Jahr kamen die fünf finnischen Todesmetaller Amoral mit ihrem Erstling "Wound Creations" praktisch aus dem Nichts und schlugen gleich so richtig ein. Besonders wohl deshalb, weil ihre Musik einerseits so voll gestopft ist mit technischem Gefrickel, andererseits aber auch so melodisch, schön und bei Zeiten gar atmosphärisch tönt, dass man gar nicht mehr so recht einschätzen kann, ob man schon mal etwas Besseres in diesem Bereich gehört habe. Nach unzähligen Durchläufen jener Scheibe wuchs und wuchs die Spannung auf "Decrowning", welches das zweite Album der Finnen darstellt, immer mehr an. Nachdem auch diese ein scheinbar völliger Erfolg geworden ist - was ich inzwischen denke, gut beurteilen zu können - war es wirklich mal an der Zeit, das persönliche Gespräch per Telefon zu suchen. Der talentierte Gitarrist Ben stand mir daher Rede und Antwort auf Fragen, die Amoral Fans hoffentlich bewegen?




Euer neues Album ist ja eigentlich noch gar nicht erschienen. Ich stelle Dir die Frage aber dennoch: Habt Ihr bisher von irgendwelchen Leuten - ob Redakteuren, Freunden, Labelmitarbeitern usw. - irgendwelche Resonanzen bezüglich Eures neuesten Werkes wahrnehmen können und wie sahen diese aus?

Ben: Ja klar, viele. Einige Reviews haben wir schon lesen dürfen und auch die meisten anderen Leute sind der Meinung, dass das Album absolut gelungen ist.

Dem kann ich nur zustimmen.

Ben: Vielen Dank.

Ich für meinen Teil muss aber dennoch sagen, gleichwohl auch "Decrowning" ein sehr starkes Album geworden ist, dass "Wound Creations" noch ein Stück weit besser war.

Ben: Wow, echt?

Ja klar, ich würde sogar behaupten, dass es eines der besten technischen Death Metal Alben ist, die ich jemals gehört habe!

Ben: Oho, das wird ja immer besser.

Hehe? dass es schwer werden würde, jenes zu übertreffen, dachte ich mir schon. Denkst Du ähnlich oder findest Du, dass Ihr mit "Decrowning" einen weiteren Schritt nach vorn gemacht habt?

Ben: Ich finde die neue Scheibe ganz klar besser. Da steckt irgendwie mehr Kraft drin. Sie klingt auch härter als unser Debüt obwohl auch genug Melodien eingebaut wurden. Genau das gibt mir irgendwie eher was. Schlussfolgernd denke also schon, dass wir uns weiterentwickelt haben. Wären wir mit dem Material nicht zufrieden gewesen, hätten wir es auch nicht so zeitig veröffentlicht. Ich kenne aber auch ein paar Meinungen, die sich mit deiner decken. Und das ist auch gut so.

"Wound Creations" war halt noch technischer, was mir in der Regel eh sehr gut gefällt.

Ben: Ja, genau das ist der Punkt. Ich persönlich fand das Ganze ein wenig langweilig. Jetzt haben wir noch viel mehr tolle Melodien eingebaut und verzichteten ein wenig eher auf diese vielen, technischen Spielereien.

Ein Markenzeichen Eures Debütalbums waren unter anderem die langen Songs. "Nothing Daunted" und "The Last Round" beispielsweise liefen über 8 Minuten, was für Death Metal eigentlich eher untypisch ist. Genau das fand ich aber richtig klasse! Auf Eurer neuen wiederum ist der Opener mit einer Länge von etwas mehr als 6 Minuten der mit Abstand längste Titel der Scheibe. Warum habt Ihr Euch auf "Decrowning" gegen solch überlange Songs entschieden?

Ja, die waren schon richtig gut. Aber trotzdem fanden wir sie selbst doch etwas zu lang. Und du musst dir vorstellen, wenn wir nur 35 bis 40 Minuten Spielzeit bei einem Gig haben, dann ist es natürlich auch etwas blöd, wenn wir aufgrund der Songlängen nur vier oder fünf davon zustande bekommen, hehe?

Ja, das stimmt schon. Trotzdem waren die so verdammt episch.

Ben: Das auf jeden Fall. Ich mag diese Stücke ja auch sehr. Der Aufbau, die Atmosphäre, als wäre eine Geschichte... das kommt schon gut. Auf dem nächsten Album, was sicher kommt, wird bestimmt wieder ein Titel dieser Sorte dabei sein. Keine Ahnung, warum wir dieses Mal darauf verzichtet haben, es kam einfach so?


Was sind Deiner Meinung nach die prägnantesten Unterschiede zum Vorgänger?

Ben: Wie gesagt, das neue ist schneller, melodischer und irgendwie? trotzdem kraftvoller. Damals wollten wir etwas völlig eigenes kreieren. Die Arbeiten an "Decrowning" fielen uns da schon irgendwie leichter?

Ihr habt für die Arbeiten am zweiten Album gerade mal ein Jahr benötigt und trotzdem klingt es so verdammt gut. Wie habt Ihr das denn geschafft?

Ben: Man muss ja sagen, dass es nicht wirklich nur ein Jahr war. Die Songs waren ja schon recht zeitig fertig. Wir haben das Zeug aber erst später veröffentlichen lassen, da wir es erst nach einer gewissen Zeit zu Spikefarm geschickt hatten. Insgesamt beträgt die Zeitspanne ungefähr anderthalb Jahre, denk ich.
Na ja, und wir waren halt heiß drauf, gleich einen zweiten Knaller nachzulegen. Und so haben wir uns eben ständig Gedanken darüber gemacht, Ideen gesammelt gemacht und geprobt, geprobt und nochmals geprobt.

Ich glaube kaum, dass du die Frage schon jetzt beantworten kannst, aber ist es Euer Ziel, das nächste Album in einem ähnlichen Abstand herauszubringen? Also schon Ende des nächsten Jahres?

Ben: Hm stimmt, ist nicht leicht zu beantworten. Ich hoffe natürlich, dass auch unser drittes Album nicht allzu lang auf sich warten lässt. Viele Bands veröffentlichen ja nur jedes dritte Jahr eines, was ich persönlich als viel zu lange Zeitspanne empfinde. Sobald wir denken, dass das Material gut genug ist, werden wir auch sofort das Studio entern!

Das Coverartwork Eures neuen Albums sieht ziemlich interessant aus. Ich denke, dass das eine tiefere Bedeutung hat. Liege ich da richtig?

Ben: Na ja, nicht so wirklich. Ehrlich gesagt hatten wir vorher die Absicht, aber so wirklich umgesetzt haben wir es nicht. Ich mag aber die Farben und die Art, wie es auf einen wirkt. Wir meinten, macht uns so eine Art Totenkopf, und diese Leute kamen dann damit an. Es wirkt irgendwie so simpel aber doch so tiefgründig und imposant?

Ja, ich finde es auch richtig cool. Vor allem besser als jenes vom Debütalbum?

Ben: Das auf jeden Fall! Das erste wirkte irgendwie so starr und? ja, wie so ein typisch und lieblos an dem Computer her gebasteltes Bild.


Die Kritiken für "Wound Creations" waren damals ja ziemlich verschieden, richtig? Manche haben Euch sogar schon mit den großen Death auf eine Stufe gestellt, andere stempelten euch wiederum als Durchschnitt ab. Mit den Meinungen im Gesamten dürftet Ihr aber trotzdem zufrieden gewesen sein, oder?

Ben: Stimmt, die Meinungen gingen stark auseinander, glaub ich. Wie du schon sagtest, manche lobten uns in den Himmel, andere konnten uns wenig abgewinnen. Aber so wirklich kann ich mich da auch kaum noch dran erinnern, hehe. Ich weiß aber noch, dass aus Deutschland viele durchschnittliche Kritiken zu uns rüber kamen.

Meine waren beide sehr positiv.

Ben: Super, dafür sind wir dir dankbar.

Ich hab mich mit Euren Texten bisher noch kaum beschäftigt. Um was handeln die denn eigentlich?

Ben: Die Texte vom ersten Album waren ziemlich kompliziert. Auf der neuen haben wir versucht etwas mehr auf den Punkt zu kommen. Es dreht sich um Gefühle und all so was. Was den Menschen eben bewegt. Ein roter Faden zieht sich dort aber nicht wirklich durch. Die Ideen kommen eher zufällig und wir setzen diese dann auch so um?

Seit wann habt Ihr beiden, also Du und Silver, eigentlich angefangen, das Gitarrespielen zu lernen? Ihr habt das ja echt drauf.

Ben: Oh? wie lange spielen wir denn schon? Seit 8 Jahren ungefähr, ähnlich wie bei ihm.

Das ist schon eine ordentliche Zeit. Ich bin inzwischen 19 Jahre alt und kann?s immer noch nicht, weil ich so faul bin, hehe.

Ben: Ach komm, zu spät ist es sowieso nie. Wenn man wirklich will, schafft man das auch.

Ich wollte das eh längst mal in Angriff nehmen.

Ben: Na dann viel Spaß dabei, hehe.

Ich habe letztens mitbekommen, dass Ihr Eure Karriere damals als Thrash Metal Band begonnen habt. Aus welchem Grund seid ihr später zum Death Metal gewechselt?

Ben: Ich würde jetzt nicht unbedingt sagen, dass es ausgerechnet wirklicher Thrash Metal war. Klar klang es auch danach, aber wir hatten auch andere Einflüsse. Wirklich klar definierbar war es nicht, würde ich sagen. Die Stiländerung kam dann aber ohne, dass wir es zuvor geplant hatten.

Damals als Ihr mit Naglfar und Finntroll in Berlin wart, hab ich Euch leider verpasst, da der Laden total ausverkauft war. Macht Ihr demnächst noch mal eine Tour mit irgendwem? Oder ist zumindest irgendwas dahingehend in Planung?

Ben: Ja ha, es war echt großartig. In Deutschland hatten wir so um die fünf, sechs Gigs, die alle richtig toll waren. Auch in Berlin war es sehr geil. Wann wir aber wieder touren, kann ich dir so nicht genau sagen. Nächstes Jahr bestimmt wieder. Und in Berlin werden wir dann selbstverständlich auch wieder auftreten.

Also habt Ihr auch keine Vorstellung, mit welchen Bands Ihr dann unterwegs sein werdet, oder?

Ben: Nein, leider noch gar nicht?

Die eben angesprochene Tour mit Finntroll war sicher die erste für Euch durch Europa. Wie haben die Leute denn auf Eure Musik reagiert und was konntet Ihr an Erfahrungen mitnehmen?

Ben: Sehr, sehr gut! Vor allem für den Umstand, dass wir mit zwei Bands unterwegs waren, die mit unserem Musikstil nichts gemein haben. Es war echt super, wie die Leute uns unterstützt haben. Das hätte ich in der Form wirklich nicht erwartet?

Stimmt, das ist in der Tat nicht unbedingt zu erwarten, wenn man mit zwei so unterschiedlichen Bands auf Tour geht.

Ben: Absolut. Wie waren zwar überrascht, aber vor allem natürlich glücklich darüber.

Alles klar. Und da ist sie nun auch schon, die letzte Frage.
Kennst Du zufällig die deutsche Band Necrophagist?

Ben: Ich habe den Namen zumindest schon mal gehört.

Die würden Euch sicher auch gefallen. Die Gitarrenarbeit ist echt furios!

Ben: Oh okay, ich hab zwar noch so einige andere Sachen, die es gilt mal abzuchecken, aber wenn du sagst, dass sie so gut seien, zieh ich sie mir natürlich mal rein.


So, willst du noch irgendwas Abschließendes sagen?

Ben: Öhm, nichts Großartiges. Hört euch mal unser neues Album an und? ja, hehe?

Gut, soll meinetwegen reichen, haha.
Dann hoff ich mal, dass wir uns nächstes Jahr mal hier in Berlin sehen.

Ben: Definitiv!

Na dann bis dahin, tschüss!

Ben: Tschüss!


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Martin



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