Home
Vorwort
News
Eure Ankündigungen
Interviews
CD-Reviews
Live-Reviews
Metal and More
Locations
RIP
LinksSuche
Kontakt
Impressum
Über uns
Metalspheres präsentiert


4815423
Besucher seit 09/2002


Rottweiller sind wieder da! Die Nachricht, daß diese Gruppe, die in den 80ern mit "Screams of the Innocent" eine glänzende Perle in die Plattensammlungen einer kleinen Gruppe von eingefleischten Fans beisteuerte, wieder da ist, traf uns im vergangenen Jahr wie der Blitz. Nach einem astreinen Gig auf dem Wacken-Open-Air befinden sich Rottweiller nun erneut im Studio um nach fast 20 Jahren einen neuen Langspieler einzuhämmern. Was es mit dieser neuen Platte auf sich haben wird haben wir im folgendem Interview mit Rick Van Zandt genauso für Euch festgehalten wie eine Reihe Erinnerungen an alte Zeiten...


In Euren Reviews wird immer wieder der Nothwest Metalfest Sampler erwähnt, auf dem ihr ja mit "Intense as Hell" vertreten wart und der so eine Art Ausgangspunkt für Rottweiller war. Du warst zwar zu dem Zeitpunkt noch nicht in der Band, aber ich denke, dass Du mir die folgende Frage trotzdem beantworten kannst: Welche Bedeutung hatte der Sampler damals für die Metalszene in Amerika und im Besonderen auch für Euch als Band?

Rick: Eine Metalszene gab es zu der Zeit eigentlich noch gar nicht, auch wenn es heute so genannt wird. Aber zu der Zeit wußte niemand so wirklich, wie er es nennen sollte. Deshalb denke ich, was Sampler wie der Nothwest Metalfest wirklich bedeuteten war, daß diese Art von Musik einen Namen bekam. In den späten 70ern und frühen 80ern schien nicht ein Tag zu vergehen, an dem eine neue Musikart eingeführt worden wäre. Hard Rock, Soft Rock, Punk Rock, Glitter Rock, Progressive Rock, Jazz Rock, Country Rock, Album Oriented Rock, bla, bla, bla...
So dauerte es nicht lange, bis irgendjemand feststellte, daß wir aus dem eigentlichen Rock-Rahmen schon wieder rausfielen. Also kamen sie dann irgendwann mit einigen Namen dafür an, die halt mit Rock nichts mehr zu tun hatten. "New Wave" war die neue Bezeichnung für die Discomusik und Bands wie uns bezeichneten sie als "Heavy Metal".
Wie das mit den meisten Samplern so ist, ging es auch damals darum, die Aufmerksamkeit der Medien auf einige kleinere Labels und Bands, von denen noch niemand zuvor etwas gehört hatte, zu richten. Das Lied "Intense as Hell" wurde ziemlich schnell fertiggestellt, so daß Rottweiller zu jener Zeit noch einen Fuß in diese Tür bekommen konnten. Aber eigentlich waren die einzigen Bands, die einen Vorteil durch die Veröffentlichung des Samplers hatten Bands wie Metal Church, die zu der Zeit als das Metalfest Album herauskam schon ein komplettes Album mit eigenem Material fertig hatten. Na ja, letztlich hat uns diese Welle aber oben gehalten, bis wir "Screams of the Innocent" fertig aufgenommen hatten.

Wie kam es dazu, daß Du 1985 bei Rottweiller eingestiegen bist?

Rick: Israel, Paul und ich haben schon früher zusammen in einer Band namens "Snowblind" gespielt, das war Ende der 70er. Deshalb sehe ich das auch weniger als Einstieg, sondern vielmehr so, daß wir alle beschlossen, wieder eine komplette Band zu werden. Aber diesmal richtig. Die Leute im Line up zur Northwest Metalfest-Ära kamen irgendwie nicht wirklich miteinander zurecht. Sie stellten damals nur "Intense as hell" zusammen und zerfielen dann ziemlich schnell wieder. Israel war dann ja schon der neue Bassist, bevor dieser Sampler überhaupt auf den Markt gebracht wurde.
Es ist schon irgendwie witzig, aber man arbeitet so viel mit verschiedenen Musikern, daß man irgendwann die Leute kennt, die gut zusammenarbeiten und die, die nicht zusammen passen. Du wirst dann Mitglied in einem Kreis von Musikern, bei denen Du genau weißt, daß sie als Band gut zusammenarbeiten werden. Letztlich ist es dann nur noch die Entscheidung über das Projekt, die fehlt. Unser Projekt hieß damals Rottweiller, und so entschieden Paul, Izzy, Doug und ich uns, all unsere Energie aufzubringen, um ein Rottweiller-Album aufzunehmen.


Rick d. Vanzandt

"Screams of the Innocent" ist ja bislang das einzige Album von Rottweiller. Wurde das überhaupt zum damaligen Zeitpunkt schonmal veröffentlicht?

Rick: "Screams of the Innocent" wurde ursprünglich als Demo aufgenommen weil wir uns erhofften, das Interesse eines Major Labels zu wecken. Es gab dann auch einige Angebote von kleineren Labels, aber die waren uninteressant, so daß wir sie ablehnten. Wir haben dann Kassetten bei unseren Shows verkauft und natürlich auch als Promos ausgegeben. Jeff Gilbert von Ground Zero Records versuchte, mehr internationalen Support zu erreichen indem er uns bei seinem Pacific Metal Projekt teilnehmen ließ, aber da kam auch nichts bei rüber. Dann überlegten wir uns, das Album vielleicht selbst herauszubringen, aber die Kosten dafür waren einfach zu hoch.
Damals war es auch so, daß die Bands, die schon Erfolge verbuchen konnten, wie Metal Church oder Heir Appeirent, anfingen darüber zu erzählen, wie sie von ihren Labels beschissen wurden. Das Musikgeschäft ist eben total beschissen, das kotzte uns einfach an. Also verwarfen wir die Idee dann irgendwann. Und Hellion Records haben das Album dann ja letztes Jahr schließlich doch noch veröffentlicht.

Ja dazu kommen wir noch, aber immer der Reihe nach. Wieso wurde es ab 1985 so still um Euch?

Rick: Wir haben dreieinhalb Jahre lang versucht, alles ins Rollen zu bringen. Gegen Ende der 80er waren wir dann aber einfach ausgebrannt. Wir sahen auch die vielen Bands, die es eigentlich geschafft hatten, aber von vorne bis hinten verarscht worden waren und kein Geld gesehen hatten. Da entschieden wir uns dann, es aufzugeben. Wir hatten einfach keine Ahnung, daß es in Europa eine riesige Underground-Metal-Fangemeinde gibt oder daß Metal überhaupt in diesem Maße gehört wurde.

Wie war Euer Verhältnis während all der Jahre? Wart Ihr ständig in Kontakt untereinander? Die lange Zeit läßt vermuten, daß Rottweiller komplett auseinandergefallen waren...

Rick: Ja, also das war irgendwann im Winter 1988 als wir uns komplett auflösten. Uns war klar geworden, daß das Geld, selbst wenn wir einen Major-Vertrag gehabt hätten, nicht dafür ausgereicht hätte, unsere Rechnungen zu bezahlen. Wir waren auch der Ansicht, daß es damals keinen Mittelstand in den USA gab. Man könnte meinen, daß man, wenn man gut genug ist, wenigstens wie ein normaler Arbeiter von seiner Musik leben kann. Aber das funktioniert nun mal nicht so. Die Musiker tragen das komplette Risiko. Entweder kommt man groß raus oder verliert dabei alles. Und das war im Prinzip der Grund weshalb wir uns auflösten, so konnten wir unsere normalen Jobs behalten und halt aus Spaß noch Musik nebenher machen. Ich glaube auch, das ist der Punkt, an dem wir einen Fehler gemacht haben. Wir sahen das alles nur als einen lausigen Job an, der zudem noch schlecht bezahlt war, und der Spaß war dabei ganz auf der Strecke geblieben.

2002 wurde "Screams of the Innocent" dann von Hellion Records neu veröffentlicht. Wie kam der Kontakt zu Jürgen Hegewald zustande?

Rick: Terry Gorle von Heir Appeirent hatte 2000 bei Hellion Records unterschrieben und in dem selben Jahr auch auf dem Wacken gespielt. Anschließend fand ein Gespräch statt zwischen ihm und Jürgen, wo er ihn fragte, ob er nicht Interesse hätte, Culprits "Guilty as Charged" zu veröffentlichen. Und als Culprit den Deal dann bekamen und 2001 auf dem Wacken spielten, war Terry auch wieder da, diesmal mit unserer CD, um zu schauen, ob Jürgen auch Interesse an Rottweiller haben würde. Wir waren sehr zuversichtlich, daß wir die Nächsten in der Reihe sein würden, deshalb fanden wir uns als Band letztlich auch wieder zusammen.

Wo genau lagen denn die Gründe, daß Ihr gesagt habt: Wir machen das nochmal!

Rick: Zuerst war es einfach ein: Hey, warum zur Hölle nicht? Ich weiß nicht... krankhafte Neugier oder sowas. Aber als ich dann sah, was im Underground so vor sich ging und vor allem auch im Internet, da wurde ich doch sehr aufgeregt. Ich glaube wir sind da erst in der ersten Stufe einer Art Revolution, bei der den Leuten die Musik zugänglich gemacht wird. Durch das Internet ist es erst möglich, daß der Hörer entscheidet, was gut ist und was nicht, nicht mehr die Plattenfirmen. Ich sehe Geschäfte in der Zukunft, in die man hineinkommt und der Verkäufer bringt Dich zu einem Computer, der einem die Möglichkeit gibt, Tonnen von KICK ASS BANDS zu suchen und zu hören, von denen man noch nie gehört hat. Du fügst sie zu Deinem Einkaufskorb hinzu, bezahlst den Verkäufer und er brennt Dir an Ort und Stelle die CDs, mit Coverartwork und allem drum und dran. Stell Dir das nur mal vor!
Sony hat letztes Jahr 20 Milliarden Dollar weniger eingenommen als im Jahr zuvor was die CD-Verkäufe angeht. Auf der anderen Seite aber auch 47 Milliarden alleine durch CD-Brenner und MP3-Player eingenommen. Die wissen schon, was Sache ist. Die werden sicherlich nicht die CD-Brennerei stoppen. Hey, wen das wirklich passiert was ich glaube, das wäre das Ende von Mainstream-Pop.

Was passierte mit Paul Crisman? Hatte der keine Lust mehr, wieder dabei zu sein?

Rick: Wir hatten eigentlich versucht, Paul für die Reunion in Wacken 2002 zu begeistern, aber irgendwie wollte er nicht. Das ist echt schade, denn das wäre sicherlich sehr spaßig geworden.

Gibt es noch mehr unveröffentlichtes Rottweiller-Material aus alten Zeiten oder ist das, was sich auf "Screams..." befindet, nun auch wirklich alles?

Rick: Ja, wir haben erst kürzlich entdeckt, daß es da noch eine Menge Material geben muß von uns, das irgendwo im Underground umhergereicht wird. Ich habe sogar ein Tape im Internet gefunden mit einer Rottweiller-Probeaufnahme - Unglaublich! Aber "Screams of the Innocent" ist ansonsten das einzige, was bislang öffentlich erschienen ist.

Momentan seid Ihr nach so langer Zeit endlich wieder im Studio. Was wird man von der neuen CD erwarten können? Wird das Material den alten Sachen ähneln oder orientiert Ihr Euch stilistisch anders?

Rick: Also der größte Unterschied wird auf jeden Fall die Produktion sein. "Screams of the Innocent" ist ja schon 1985 aufgenommen worden, die Master Tapes lagen dann über 15 Jahre herum und als die CD dann gepresst wurde, war auch ein Teil der Abmischungen verloren gegangen. Auf der neuen CD werden wir alles auf die altmodische Weise aufnehmen. To FAT ASS, 2 inch wide 24-track analog tape! (Sorry, das ist unübersetzbar - Dennis) Aber diesmal werden wir das Mixing und das Mastering alles digital erledigen. Wir hatten erst darüber nachgedacht, die Songs noch mehr herunterzustimmen, aber das hatten wir ja schon ein gutes Stück und so wie sie sind klingen sie richtig heavy! Hätten wir sie noch mehr heruntergestimmt, wäre der Sound wohl weniger druckvoll geworden.
"Screams of the Innocent" ist auf jeden Fall ein Album, auf das wir sehr stolz sein können. Wir wissen, was wir richtig gemacht haben, wir wissen aber auch, was wir diesmal noch besser machen können.

Auf dem letzten Album war Paul ja eigentlich der, der fast alle Texte geschrieben hat. Wie soll das in Zukunft aussehen?

Rick: Ja, Paul bestand damals darauf, das unbedingt alleine machen zu wollen. Es ist nicht so, daß wir das nicht könnten, aber die Ausdrücke kamen einfach natürlicher bei ihm herüber, wenn es seine eigenen waren. Das verstehe ich auch. Die neuen Lyrics lehnen sich alle an seine damaligen an in ihrer Art, aber jetzt tragen wir alle einen Teil dazu bei.

In den Lyrics wiederholen sich einige Worte immer wieder: "pain", "hell", "life", "fear" und "freedom"; in welcher Beziehung stehen sie zu Rottweiller und was bedeuten sie speziell für Dich?

Rick: Also bei fast allen unseren Stücken stand zuerst die Musik, dann die Stimmlage. Es mag sich komisch anhören sie jetzt Melodien zu nennen, aber das sind sie eigentlich schon. Und als letztes fingen wir dann immer mit den Lyrics an. Schon die Musik eröffnet einem emotionale Einsichten, wie Ärger, Schmerz oder Frustration. Diese Gefühle gehen auch in die Stimmlage über und da kommen dann ja auch die Lyrics her.

Habt Ihr Euch schon einen Namen für das neue Album überlegt? Ich habe mal irgendwo gelesen, daß es beim letzten Mal ziemlich lange gedauert hat, bis euch der passende Titel eingefallen ist...

Rick: Nein, noch nicht, aber das hat eigentlich nichts damit zu tun, daß wir uns keine guten Titel ausdenken könnten. Wir warten erstmal, bis alle Ideen zusammengetragen sind. Momentan haben wir noch vier Titel zur Auswahl und da ist noch nichtmal der Spaßtitel "Screw the Innocent" dabei - nein, der war auch nicht ernst gemeint. Wir haben übrigens ein neues Rottweiller-Logo, das sehr finster und cool aussieht. Und auch Ideen für die Cover-Artworks für alle vier Titel haben wir schon zusammengetragen. Es schaut momentan so aus, als gäbe es auch schon einen Favoriten für die Auswahl, aber das kann sich jederzeit nochmal ändern.

Letztes Jahr habt Ihr unter anderem zwei Gigs in Deutschland gespielt, in Itzehoe mit Warlord zusammen und auf dem Wacken Open Air, Eure ersten Gigs in Deutschland überhaupt. Was waren Eure Eindrücke?

Rick: Ja, das war sogar das erste Mal überhaupt außerhalb von Nordamerika. Es war einfach geil! Zuerst waren wir einige Tage in Amsterdam und anschließend in Hamburg. Dort haben wir uns dann auch mit Warlord getroffen. Die haben ja auch ihren allerersten Gig im Headbangers Ballroom gespielt. Wir sind dort herumgelaufen und ständig fotografiert worden, haben auch die ganze Zeit Autogramme geben. Es ist schon verrückt, daß die Leute tatsächlich wußten, wer wir sind. Als sie dann "Set the World on Fire" von der Screams of the Innocent in der Pause über die Lautsprecher spielten, gingen die Leute richtig ab.
In Itzehoe zu spielen war richtig toll. Die Fans im "Club Hollywood" waren wohl die pflichtbewußtesten Banger, die wir je gesehen haben - Ich meine, diese Leute leben für den Metal! Es war fantastisch mit Warlord zu spielen und wir waren sehr beeindruckt, wie diese Jungs das aufgezogen haben. Die bestehen ja aus 3 Mitgliedern aus 3 verschiedenen Ländern und sie hatten nur 2 Proben vor dem Wacken-Auftritt. Das ist unglaublich! Es sah aus, als würden sie schon seit Ewigkeiten zusammenspielen. Bill und Joacim waren sehr nette Leute, wir wünschen ihnen auf jeden Fall alles Gute!
Und dann das Wacken Festival, absolut überwältigend! Sowas würde es in den USA nie geben. Wir haben das Ozzfest hier und andere Touring-Festivals, aber nichts, was 3 Tage lang andauert! Das andere was ich sehr merkwürdig finde ist, daß Headliner von einem Festival wie dem Wacken in kleinen Scheißclubs spielen müssen, wenn sie nach Seattle kommen. Eine Band wie Blind Guardian, die alleine 3 Trucks nur für ihr Equipment und ein Dutzend Crewmitglieder haben, die vor kurzem nach Seattle gekommen sind und in einem kleinen Club vor gerade mal 200 neugierigen Fans gespielt haben. Auf der anderen Seite dann eine Band wie Rottweiller aus Seattle, die zum ersten Mal nach Deutschland kommen und auf dem Wacken Open Air vor 30.000 Leuten spielen. Das ist schon etwas verrückt!


Rick auf dem Wacken 2002

Warst Du Dir vorher eigentlich im Klaren darüber, daß Ihr in Deutschland eine Art Kultstatus besitzt?

Rick: Nicht die Bohne! Und ich muß Dir sagen, damit machst Du mir, mir ganz persönlich, ein riesiges Kompliment. Ich bin nämlich auch einer von den Leuten, die sich die ganzen Kult-Scheiben kaufen. Als ich noch jung war, kaufte ich niemals irgendwas, das bekannt war. Mußte ich auch nicht. Meine Brüder, Schwestern und Freunde kauften den ganzen Mist. Wenn ich in den Plattenladen gegangen bin, schaute ich immer erstmal nach den coolen Import-Sachen, die es im ganzen Laden nur ein oder zweimal gab. Ich habe mir immer eine Menge Platten von 70er Jahre-Bands gekauft, von denen noch nie jemand etwas gehört hatte. Three Man Army, Lucifer's Friend, oder T2. Bis zum heutigen Tage können es sich die meisten meiner Favoriten nicht erlauben, großartig auf Tour zu gehen. Die sind einfach nicht bekannt genug, um sich das leisten zu können.

Ich hoffe, Ihr habt hier in Deutschland auch Bekanntschaft mit unserem Bier gemacht...

Rick: Oh yeah! Wir ziehen das dunkle vor. The bitter, the better!

Wie sieht es aus bei Euch in den USA momentan? Habt Ihr da wieder einen Status und genug Fans die ausreichen, um genügend Gigs zu bekommen?

Rick: Wir haben auf jeden Fall genug zu tun! In den letzten Monaten haben wir halt an dem Material für das kommende Album gearbeitet. Das ist jetzt erstmal wichtiger als zu touren. Zuerst muß mal die neue CD rauskommen, dann werden wir auch wieder auf Tour gehen. Glaub mir, wenn Du "Scream of the Innocent" wirklich magst, dann wird Dir die neue CD Dein Gehirn wegpusten.

Wie gut hat sich "Screams..." eigentlich mittlerweile verkauft? Hast Du da einen Überblick über die Zahlen?

Rick: Wir kommen langsam in den Bereich, wo eine zweite Pressung notwendig wird. Die Reaktionen, die wir von den Fans aus Europa bekommen sind überwältigend. Die ganzen Reviews sind sehr ermutigend und ich komme mit dem Mails beantworten kaum noch nach. Die wirklichen Zahlen scheinen im Vergleich zu den Reaktionen allerdings eher noch gering zu sein.

Was ist mit anderen Bands bei Euch in der Gegend? Seattle war ja eigentlich immer mehr für seine Grungebands bekannt, aber Heir Appeirent oder Culprit gibt's da ja auch noch... ich glaube, zu denen pflegt ihr auch ganz gute Kontakte, oder? Sind da noch mehr Bands?

Rick: Ja, ich glaube, die meisten Leute, die hier in der Gegend um Seattle aufwachsen, bleiben ihr Leben lang hier. Die Hellion Records Bands von hier sind Rottweiller, Culprit, Heir Appeirent und Nightshade. Queensryche und Metal Church wohnen auch noch hier, genauso wie die meisten der Grunge-Bands, die es noch gibt.

Wieso sind diese ganzen Seattle-Bands eigentlich alle bei Hellion Records gelandet?

Rick: Das weiß ich auch nicht so genau. Aber es wäre sicherlich cool, mal eine Hellion Festival Tour zu veranstalten. Vielleicht sollten wir mal versuchen, Jürgen davon zu überzeugen.

Deine musikalischen Wurzeln liegen ja zum Teil noch in den sechzigern und frühen siebzigern. Ich glaube, "The Who" waren schon immer eine Deiner Lieblingsgruppen... warst Du in letzter Zeit mal im Plattenladen? Was hörst Du momentan so?

Rick: Ja, das stimmt, als Jugendlicher habe ich hauptsächlich Sachen aus den 60ern und frühen 70ern gehört. Hendrix, Zappa, Deep Purple, Uriah Heep, Blue Oyster Cult, Mahogany Rush und das ganze Underground-Zeug. Ich mochte nie wirklich diese ganzen "Haarspray"-Bands aus den 80ern, in der Zeit bin ich dann zum Jazz gekommen. In erster Linie natürlich Gitarrenspieler, Leute wie Allan Holdsworth oder "The Unknown" John Clark aus der Bill Bruford's Band.
Momentan höre ich eigentlich alles von Dream Theater bis Django Reinhart oder von Sinatra bis Slipknot! (Ähm, wie war das noch gleich mit dem Laden und dem Computer? - Dennis)

Was glaubst Du, was Ihr mit der Band noch erreichen könnt? Welche Ziele habt Ihr Euch gesteckt?

Rick: Wenn unsere CD draußen ist, würden wir gerne ein oder zwei Festivals in Deutschland 2004 spielen. Vielleicht eine Live DVD aufnehmen auf der nächsten Tour. Es wäre auf jeden Fall toll, bei einer Tour in Europa teilnehmen zu können, und anschließend dann eine weitere CD aufzunehmen.

Okay, wenn Du den Fans hier in Deutschland noch etwas sagen möchtest, hast Du jetzt die Gelegenheit dazu.

Rick: Danke für all Eure Post! Zögert nicht zu schreiben! Selbst wenn es in Deutsch ist, kann ich für gewöhnlich eine Internet-Übersetzung ins Englische vornehmen. Schaut auf unserer Webseite unter http://www.rottweiller.org vorbei. Dort könnt ihr jedem von uns eine Mail zukommen lassen über die Bio-Seite, oder allen von uns zusammen über die Kontakt-Seite. Danke daß ihr unsere Musik hört, ich hoffe, wir alle sehen uns 2004!

Ich glaube wir müssen Euch danken für Eure tolle Musik und Eure Fannähe. Bleibt wie Ihr seid und auf Eurer nächsten Tour trinken wir dann ein Dunkles!


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Dennis


Oberes Bild: Gerrie Lemmens


zurück

   
  Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
     
 
Firesign
Persecution Guaranteed
Gods of Emptiness
Consumption is Freedom?
Solid Ground
Can't stop now
A Dead Lament
Ravens Feast (Promo)
Horn
Naturkraft
SorgSvart
Vikingtid Og AnArki
Oblivio
Dreams are distant Memories
Lastdayhere
From Pieces created
7for4
Diffusion
Light Pupil Dilate
Snake Wine
 
 
Dwelling
Slough Feg
Elisa C. Martin
Astral Kingdom
Doomsword