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Exodus-Gitarrist Gary Holt im Gespräch mit Robin über Fans, Kirk Hammet und Timingprobleme bei der Album-Tourkoordination 2003.


Im Moment seid ihr mit EXODUS auf Tour, obwohl ihr noch kein neues Album mit im Gepäck habt. Wäre es nicht kommerziell interessanter gewesen, das bald zur Veröffentlichung stehende Album "Tempo of the damned" früher, zur Tournee, am Start zu haben oder die Tour später zu starten?

Gary: Die Tour wurde schon vor einiger Zeit gebookt und wir hofften, das Album bis dahin veröffentlicht zu haben. Es hat eine Zeit lang gedauert, bis wir unseren Deal mit NUCLEAR BLAST unter Dach und Fach hatten, es war dann zu spät die Tour abzublasen. Wir werden im Februar 2004 zurückkommen, um das Album zu promoten. Das Album wurde von uns ohne einen Recorddeal auf eigene Kosten aufgenommen und das hat Zeit gekostet. Wir dachten es um die Weihnachtszeit publizieren zu können, aber wir werden definitiv zurückkommen, wenn das Album in den Läden steht, wahrscheinlich Ende Februar 2004.


Das Album wird "Tempo of the damned" heissen. Wo habt ihr es aufgenommen?

Gary: In zwei verschiedenen Studios. "Perry Sun"-Studios in Nord-Kalifornien und "Sunomi Sound" in Habnum Bay, Kalifornien.

Würdest du die gesamte Aufnahmeatmosphäre als relaxt und stressfrei bezeichnen?

Gary: Total relaxt. Wir lebten im Studio, wir grillten jeden Tag, tranken Bier, schliefen genug, nichts anderes als Hot Dogs. Das war gut.

So wie ein Urlaubstrip?

Gary: Genau, so etwas wie ein Urlaubstrip. (lacht)

Lass uns über die Tour bislang reden. Wie läuft's soweit?

Gary: Oh, es lief ziemlich gut, bis letzten Abend. (lacht) Berlin war, wie... ich meine, die Fans waren großartig, ich weiss nicht, ob es an der Promotion lag, aber es war ein schrecklicher Aussetzer. ENTOMBED spielte am gleichen Abend zu einem billigeren Ticketpreis als unsere Show. Trotzdem waren die ersten Shows der Tour sehr gut und jetzt scheinen wir ein paar schlechte zu haben. Aber es gibt eigentlich keine schlechte Show, du gehst raus auf die Bühne und egal ob dort 200 oder 2000 Leute vor der Stage stehen, du hast einen "Job" zu tun.
Ich spiele lieber in einem 300 Sitze fassenden Club mit 300 Leuten als in einer 2000 Sitze fassenden Halle mit 300 Leuten darin. Wir spielten gestern die kleinere Columbia Halle in Berlin, die aber immer noch 800 Leute fasst und hatten 150 Leute drin. Unsere Show sah natürlich leerer aus als die von ENTOMBED, die in einem kleinen Club 150 Leute hatten. Ich wünschte, dass die Ticketpreise unter meiner Kontrolle gewesen wären, die sind doch ziemlich hoch ausgefallen. Es ist teuer, aber da sind immerhin auch 6 Bands mit dabei.

Reden wir über AGENT STEEL. Kanntet ihr euch vor der Tour? Musikalisch gesehen habt ihr ja schon einige Parallelen...

Gary: Musikalisch gesehen hast du da sicherlich Recht. Unglücklicherweise ist es heute Abend hier in der Hamburger Markthalle die letzte Show der Tour für AGENT STEEL, weil die Ticketverkäufe so schlecht liefen. Aber ich kennen die meisten von denen schon seit Jahren.

Auf dem kommenden Album habt ihr auch einen Klassiker neu aufgenommen und mit drauf gepackt, "Impaler", warum?

Gary: Das war der Wunsch der Fans. Wir verkaufen momentan eine limitierte EP am Merchandising Shop mit zwei Songs vom neuen Album "Tempo of the damned" und eben "Impaler", sowie eine Studioversion vom ACDC-Klassiker "Dirty deeds done dirt cheep".

Ein Tribut an ACDC...

Gary: Meine Lieblingsband. Ich habe sie 15 mal live gesehen. Ich liebe ACDC. "Day on the green" im Oaklander Colloseum, mit Bon Scott, das war unglaublich. Sie haben mit "Dog eat dog" angefangen. Auch die "Back in black"-Tour war genial. Angus war für mich ein Einfluss für mein Gitarrenspiel bei EXODUS. Malcolm soweit es meinen Rhythmus betrifft, Angus wenn es um Stageperformance geht.

Stimmt es, dass ihr 2 Songs, die eigentlich für ein WARDANCE-Demo bestimmt waren, mit auf die neue EXODUS-CD aufgenommen habt?

Gary: Ja, korrekt. "Throwing down" und "Sealed with a fist". Das waren ursprünglich WARDANCE Songs.

Tom Hunting, euer Schlagzeuger musste Anfang der 90er aufgeben und er stieg aus aufgrund gesundheitlicher Probleme, jetzt ist er wieder mit dabei. Wie steht es um ihn, gesundheitlich und bandintern?

Gary: Die gesundheitlichen Probleme liegen lange zurück, das war 1989. Aufgrund medizinischer Behandlung geht es ihm wieder gut. Er hatte eine schwere Magenkrankheit. Er spielte danach wieder bei WARDANCE, kurze Zeit später formierten wir EXODUS neu und da war er natürlich mit an Bord.

War es für euch sofort klar mit EXODUS weiterzumachen, als Paul Baloff starb?

Gary: Ich bin in EXODUS weil es mein Job ist. Ich bin seit meinem ganzen Leben Mitglied in dieser Band, das ist das einzige, was ich tue, da gab es diese Frage nicht.


War es dieses "Paul sitz da oben im Himmel und will das es mit EXODUS weitergeht"-Dingen, was eine Rolle gespielt hat?

Gary: Ich glaube nicht an Himmel oder Hölle, ich bin ein Atheist. Ich glaube aber, dass er es so gewollt hätte, dass wir auch ohne ihn weitermachen. Ganz sicher!

Was bedeutet der Song "Bonded by blood" für dich?

Gary: Es geht um mich, Paul und Dave Mustaine und darum, wie wir uns schnitten und Blutsbrüder wurden. Das ist es. Es geht nicht ums töten.

Ein Phantasietext, wie in den Indianerfilmen, zwei schneiden sich den Unterarm auf und werden, durchs Blut vereint, zu Blutsbrüdern?

Gary: Absolut, genau, exakt.

Um mich auf dieses Interview vorzubereiten bin ich im Internet auf die Suche gegangen, euere Bandseite zu finden und fand eine Seite vor, die 1997 zum letzten Mal upgedatet wurde. Warum das? Glaubt ihr Internet ist nicht von Bedeutung für euch?

Gary: Wir haben unsere Webseite: http://www.exodusattack.com . Du warst wahrscheinlich auf einer Fan Homepage. Wir haben diese Seite erst seit Anfang des Jahres und sie wird ständig aktualisiert.

Die nächste Frage wird dir wahrscheinlich in jedem Interview gestellt, trotzdem. Die Kirk Hammet-Frage. Wie kam er in die Band und welche Erinnerungen hast du an diese Zeit?

Gary: Mit Kirk verbinde ich Erinnerungen an eine Zeit von EXODUS, wo wir auf Schulfeten und kleinen Parties gespielt haben. Als Gage gab es Freibier für die Band. Dann kamen Shows mit METALLICA in kleinen Clubs. Wir waren eine Bande von Kids, die eine gute Zeit hatten. Das war es, eine lange Zeit her.

Habt ihr noch Kontakt?

Gary: Ich habe Kirk schon seit einigen Jahren nicht mehr gesprochen und nicht gesehen. Wir gehen unsere eigenen Wege, die sich scheinbar nicht kreuzen. Er ist damit beschäftigt Millionen zu machen, ich bin damit beschäftigt Zehner zu machen.

Millionen zu verdienen mit St.Anger. Hast du dir das Album mal angehört und wie gefällt es dir?

Gary: Ja, ich bin ganz ehrlich zu dir. Meiner Meinung nach wäre es ein gutes Album, wenn die Produktion besser gewesen wäre, wenn es nicht so schrecklich klingen würde. Dieses "kläng, kläng, kläng"-Snaredrum. Mülltonnen-Snaredrum. Wenn sie das Album noch mal remixen würden, dann wäre es etwas anderes. Ich mag die Songs.

...und der neue Bassmann, Ex-SUICIDAL TENDENCIES und Ex-OZZY OSBOURNE.

Gary: Ja, Robert Trujilo. Ich kenne ihn persönlich, seit vielen Jahren. Sie hätten keinen besseren Bassisten kriegen können, er ist tödlich. Wir haben mit SUICIDAL TENDENCIES getourt, im Jahre 1991. Aber ich habe ihn eine lange Zeit nicht gesehen. Er ist einer der besten Bassisten dieser Zeit, auf diesem Planeten.

Erzähl uns deine verrückteste Tourstory!

Gary: Die verrücktesten Geschichten vergisst man leider immer, weil jemand anderes dir die erzählen muss, um dich an sie zu erinnern, aber mir fällt trotzdem eine ein. Wir haben Tom Hunting mal für 24 Stunden auf einer Tour verloren und an einer Tankstelle vergessen. Wir fuhren 12 Stunden ohne ihn und mussten dann 12 Stunden zurückfahren, um ihn wieder einzusammeln. Er war die ganze Zeit komplett auf sich alleine gestellt, an einer Tankstelle, "in the middle of nowhere", darauf wartend, dass wir endlich zurückkommen.


Deine 5 Alltime-Faves!

Gary: ACDC - "Back in black",
Black Sabbath - "Masters of reality",
Venom - "Black metal",
Thin Lizzy - "Jail break" und
UFO - "No heavy petting".

Die letzten Worte gehören Dir!

Gary: Am 2.Februar steht "Tempo of the damned" in den Läden. Kauft es. Ich glaube, es wird euch gefallen, ich hoffe es.

Vielen Dank für das Interview, Gary, und alles gute für die Band.


Vorbereitung: Robin & Dennis
Bearbeitung & Durchführung: Robin


Gesagt, getan. Das Konzert, was folgte, war musikalisch überzeugend. Ein für die Markthalle ordentlich-guter Sound blieb mir in Erinnerung. Noch zu frisch war die Erinnerung an den Soundbrei des ANTHRAX-Gigs wenige Monate zuvor. 150 Gestalten verloren sich in der 2000 Leute fassenden Markthalle, als EXODUS zu später Stunde auf die Bühne stiegen. Die Show war jedoch ok, der Auftritt wurde AGENT STEEL gewidmet, die an diesem Abend genervt das Handtuch schmissen, nach ihrem Auftritt wohlgemerkt. Ohne Gage die restlichen Shows zu absolvieren, wäre so als würde man nach einem Monat mit anstrengender Arbeit, freiwillig auf seinen Lohn verzichten. Das Verständnis für die Entscheidung von AGENT STEEL, zu canceln, war groß, klein nur die Anzahl der Fans. Ich begebe mich aus der Markthalle nach draussen, ein stürmischer Herbstwind und das kalte, nasse Hamburg empfängt mich, während ich mich zu meinem Auto kämpfe, um mit einem guten Eindruck von der hohen musikalischen Qualität der Exodus Musiker im Kopf, in Richtung HH-Winterhude abzufahren. Ende gut, alles gut.


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