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Etwas mehr als 1 Jahr nach dem epochalen Debüt "Between heaven and hell" legen Firewind mit "Burning Earth" den Nachfolger vor. Die Band wird auch hier von Sänger Stephen Frederick und Gitarrist Gus G. dominiert, während die Positionen Schlagzeug und Bass ersetzt wurden. Weil sie eben nach Bedarf austauschbar sind, was sicherlich auch ganz deutlich unterstreicht, dass das ganze eben nur die Band von Gus G. ist. Was aber im Prinzip auch egal ist. Mit nur 2 Alben hat sich der griechische Ausnahmegitarrist in den Annalen des Heavy Metal für ewig und alle Zeiten unverrückbar in vorderster Front verewigt. Alles weitere erzählt der Meister hier und jetzt punktgenau. Jede Frage eine Antwort, die kein Nachhaken zulässt.


Gus, kannst du dich noch daran erinnern, was deine Begeisterung für laute Musik auslöste?

Gus G.: Mein erster Kontakt mit Heavy Metal war im Jahr 1990, als ich 10 Jahre alt war. Alice Cooper hatte gerade "Trash" veröffentlicht und war in allen Magazinen und Musiksendungen damit präsent. Titel wie "Poison", "Bed of nails", die haben mich voll erwischt. Später, als ich ungefähr 14 Jahre alt war, bekam ich dann meine erste Gitarre. Black Sabbath und Metallica waren zu der Zeit meine Favoriten, Gun's'Roses waren der seinerzeitige Trend. Ein Jahr später war es dann Yngwie Malmsteen, der mich total begeisterte und meine Art Gitarre zu spielen sehr stark beeinflusste.

Da es tausende mehr oder weniger guter griechischer Bands gibt, interessiert es mich, ob es da eine besonders herausragende gegeben hat, die deinen musikalischen Weg stark geprägt hat.

Gus G.: Mein Gitarrenlehrer war der Gitarrist von Northwind, die über EMI Griechenland 2 Alben veröffentlicht hatten und dann ungefähr 1986 das zeitliche segneten. Gut, zu der Zeit war ich noch zu jung, um mich dafür zu interessieren. Ein Einfluss sind mit Sicherheit Excremation, eine Death Metal Band aus meiner Heimatstadt Thessaloniki. Mit denen war ich recht gut befreundet und deren Gitarrist Mariosgründete dann Nightrage. Von Excremation habe ich sicherlich auch einiges gelernt und immerhin war es eine der wenigen griechischen Bands, die auch international etwas bekannter waren. Was für mich den nötigen Druck erzeugt hat, es auch auf internationaler Ebene schaffen zu wollen.

Mit 16 Jahren bist Du dann zum "Berkley College of Music" gegangen. Allerdings bist du da auch nicht lange gewesen. Rausgeschmissen wurdest du hoffentlich nicht?

Gus G.: Alles in allem waren das 4 oder 5 Wochen, zuerst ein paar Schnupperkurse. Dann habe ich Joe Stump kennen gelernt, der mir mit seiner neo-klassischen Art Gitarre zu spielen sehr imponiert hat. Nach dem Abitur habe ich es dann noch einmal in Berkley versucht, aber irgendwie hat das alles nichts gebracht. Was sollte ich da, wenn mir eine Band und Aufnahmen für CDs interessanter erscheinen? Na ja, dann bin ich nach 2 Wochen dort endgültig verschwunden. Das war praktisch der Zeitpunkt, wo Firewind ins Leben gerufen wurden.


Gus G.

Das war 1998. Was ist denn in den vier Jahren bis zum Debüt sonst noch passiert?

Gus G.: Im Prinzip wurden nur Demos aufgenommen und an verschiedene Firmen verschickt. Eins davon ist bei Leviathan Records, der Firma von David T. Chastain gelandet. Der hat mir dann im ungefähren so geantwortet, dass ich weiter an meinem Sound arbeiten soll, das übliche Brimborium eben. Als sich dann nach einem Jahr in Amerika nichts für mich ergeben hatte, bin ich wieder zurück nach Griechenland. Meine Freunde von Excremation waren zu der Zeit in Schweden im Studio Fredman, also bin ich nach Schweden gereist, um mal zu schauen, ob sich da wohl Möglichkeiten für mich ergeben. Mit einigen Leuten, die ich dort getroffen hatte, wurde Firewind dann konkreter. Im Jahr 2000 hatte ich dann den Vertrag mit Leviathan Records in der Tasche.

So selbstsicher, wie du dich jetzt anhörst, könnte fast der Eindruck entstehen, dass die ganze Entwicklung vom Debüt bis zum aktuellen Angebot, im Prinzip für dich nur natürlich war. Alles nichts überraschendes...

Gus G.: Mit Firewind habe ich soviel Bockmist erlebt, dass ich im Prinzip nichts erwartet hatte. Besetzungswechsel, keine vernünftigen Lizenzierungsverträge, die auch weltweit gegolten hätten. Als dann die CD erschien, habe ich mir gesagt, was soll's, warte erst mal ab. Die Reviews, die durchweg positiv waren, haben mich dann doch überrascht. Vor allen Dingen die Reaktionen aus Japan. Dort bin ich innerhalb weniger Monate zum Gitarrenhelden aufgestiegen.

Da du noch "nebenbei" bei Mystic Prophecy, Nightrage und Dream Evil tätig bist und weiterhin über das Internet eine CD unter deinem eigenen Namen vertreibst, würde mich interessieren, ob Firewind für dich nur ein weiteres Projekt ist oder evtl. deine Hauptband, die auch in nächster Zeit höchste Priorität genießt!

Gus G.: Nightrage hat sich mittlerweile erledigt. Firewind ist meine Band, sozusagen mein "Kind". Natürlich sind die anderen auch meine Bands. Aber Firewind, das ist mein Ding, etwas das ich erschaffen habe. Unabhängig von Besetzungswechseln und anderen Widrigkeiten. Mit dieser Band wird es weitergehen, komme, was da will. Momentan bereiten wir uns übrigens für die erste Tournee in Japan vor.

Ist "Burning Earth" in Deinen Augen lediglich eine Fortsetzung des Debüts oder irgendwie doch was komplett anderes?

Gus G.: Gute Frage. Ich weiß nicht, ob es eine Fortsetzung ist. Stilistisch ist es sicherlich das gleiche. Ansonsten ausgereifter, in allen Belangen. Das Songwriting hat sich weiterentwickelt, weil ich in der Hinsicht einfach sicherer geworden bin. Diesmal wussten wir, wie es besser gehen kann.

"Between heaven and hell" hat Klassikerstatus, daran besteht kein Zweifel. Aber sowas wie "Burning Earth" hat mit Sicherheit keiner erwartet. Eine CD, die von mal zu mal wächst, aggressiver, härter ist. Beim Gesang ist eine mehr als deutliche Steigerung zu hören, alles ist mehr als perfekt. Was nicht heißt, dass es nur ein Produkt ist. Diese CD lebt!

Gus G.: Wie du schon gesagt hast, diese CD wächst mit der Zeit. Je öfter du die Titel hörst, desto mehr profitierst du davon. In allen Bereichen ist so viel Detailreichtum vorhanden, das mit einmal Hören gar nicht erfasst werden kann. Du magst recht haben, dass es nicht unbedingt eine CD ist, die von uns erwartet wurde. Was ich erreichen wollte, war eine CD, an die sich jeder noch ziemlich lange erinnert.

Wie verantwortlich war denn der Besetzungswechsel dafür? Ich persönlich bin der Meinung, dass die beiden Neulinge die Band mehr nach vorne gebracht haben, als du es dir selber vorstellen konntest.

Gus G.: Das ist ein Fakt, der nicht unterschätzt werden sollte. Jeder der beiden neuen hat sein besonders Talent. Was ich gesucht habe war der beste Schlagzeuger, der zu haben war. Nicht nur jemand, der trommelt, sondern jemand, der mit meinen Arrangements und meiner Musik umgehen kann. Ich denke, dass Stian auf dieser CD bewiesen hat, was für ein großartiger Musiker er ist.


Versuch doch mal zu erklären, wie sich die besondere Chemie aller Titel auf der CD erklärt?

Gus G.: Ich denke, dass es die besondere Art ist, die Stephen und ich beim Schreiben der Titel entwickelt haben. Ich bin für die Musik verantwortlich und er veredelt das ganze dann durch seine Texte und die Art, wie er singt. Egal ob beim Komponieren oder auf der Bühne, alles geschieht mit Hingabe und viel Emotionalität. Es passiert halt, frag mich nicht warum.

Ich habe gehört, dass du mit Massacre nicht ganz zufrieden bist. Was ist denn so viel schlechter im Gegensatz zu Leviathan, das ja nun um einiges kleiner ist? Ist der japanische Markt der derzeitig wichtigste?

Gus G.: Ich hoffe nicht, dass wir nur in Japan erfolgreich sind. Hoffentlich werden wir Europa auch bald erobern. Dafür braucht es aber ein besseres Label. In Deutschland mögen Massacre gute Arbeit leisten, aber außerhalb tut sich gar nichts. Was wir brauchen ist ein finanzstärkeres Label, das uns vernünftige Tourneen ermöglicht und auch eine bessere und größere Promotion auf die Beine stellt. Da scheitert es eben bei Massacre. Natürlich ist Leviathan weitaus kleiner, aber da sind wir eindeutig die Nr.1. Dort wird versucht, soviel wie möglich für uns zu machen. Da ziehe ich meinen Hut vor, während Massacre meiner Meinung. nach einfach zu wenig tun. Was mir fehlt ist der direkte Kontakt zum Label und das Gefühl, die richtigen Leute hinter mir zu haben.

Was bedeutet dir das Element Feuer im Hinblick auf die Band und dich selber?

Gus G.: Auf dem ersten Album gab es den Titel "Firewind raging" und dann "Fire", jetzt haben wir "The fire and the fury" und "Burning earth". Das ist nicht geplant, sondern passiert eben. Ich mag das Wort und verwende es gerne in den Titeln. Feuer symbolisiert Kraft und ist ein starkes Element. Unsere Musik und die Art, wie wir bei Konzerten auftreten, ist auch sehr kraftvoll. Das Element Feuer wird also auch weiterhin irgendwie vertreten sein.

Die berühmten letzten Worte!

Gus G.: Danke an unsere Fans in Deutschland für die Unterstützung. Vielleicht klappt es mal mit Konzerten. Ich danke dir für das Interview, deiner Begeisterung für die CD und natürlich auch deiner Unterstützung. Stay Metal!


Vorbereitung, Bearbeitung und Durchführung: Peter



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