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Wasteland


Wasteland. Ein Name, der sich in Europa und darüber hinaus allgemein großer Beliebtheit erfreut. Da gibt es die griechischen Proggies, den Quasivorläufer von Primal Fear, in Italien soll es auch eine Band mit diesem Namen geben, und so weiter und so fort. Die Thrasher aus der Stadt, in der die hässlichsten Autos der Welt gebaut werden und die Heimat der leider dahin geschiedenen Protector war, hatte ich insgeheim auch schon zu Grabe getragen. Aber es gibt ja noch Ebay! Eines Abends stoße ich zu meiner Verwunderung auf ein Festpreisangebot von den immer noch recht munteren Prügelknaben. Keine Woche später habe ich endlich die neue CD und meinen Interviewwunsch Richtung Wolfsburg abgesandt. Alles weitere hier und jetzt. Befragt wurde und geantwortet hat Frank Neugebauer, dessen Lebensmaxime manchmal „In der Kürze liegt die Würze“ ist.


Auf vielfachen Wunsch der Geschäftsleitung bitte ich dich zuerst die Bandgeschichte zu erzählen.

FG: Ich kann dir was erzählen, das ist aber reichlich unspektakulär. Die Gründung der Band war gegen Ende 1994 und von dieser Besetzung sind nur noch der Gitarrist und ich dabei. Quatsch, der Sänger ist auch fast von Anfang an dabei, der ist ca. 3 Wochen nach der Gründung dazugestoßen. Einen anderen Schlagzeuger hatten wir mal, der ist nach gut einem Jahr ausgestiegen, warum weiß keiner. Dann, von Mitte 1995 bis Mitte 1997, war der zweite Gitarrist nicht dabei. Moment, ich zähle mal ein paar Namen auf. Einer der Gitarristen heißt Stefan, der andere Kramer, der Sänger heißt Faxe, der Schlagzeuger heißt Andre und ich bin der Frank am Bass. Im November 1995 erschien die Mini-CD, dann folgte im Mai 1998 die erste komplette CD, im Frühjahr 2003 dann die aktuelle CD.

Böse Zungen behaupten zwar, dass ihr die vergangenen 5 Jahre mit dem zusammenfalten kleiner Lupos und ordentlich Becks Bier trinken verbracht habt, aber dem ist bei weitem nicht so. Fast jeder Tribute Sampler von Dwell Records ist mit einem Beitrag von Wasteland veredelt. Das war sicherlich nicht der einzige Grund, warum wir fast ein halbes Jahrzehnt auf eine neue CD warten mussten?

FG: Fast jeder Sampler ist etwas übertrieben, insgesamt waren es 5 Beiträge(Death, Led Zeppelin, AC/DC, Megadeth und Testament). Diese Sampler braucht im Prinzip keiner, aber es hat Spaß gemacht und außerdem gab es ein wenig Geld dafür, was uns sehr gut getan hat. Warum hat es mit der neuen CD so lange gedauert? Das ist eine gute Frage. Was das Schreiben neuer Lieder betrifft, sind wir nicht die Schnellsten. Dann hatten einige in der Band wichtige Prüfungen, was dann 2 bis 3 Monate Stillstand bedeutete. In einen neuen Proberaum sind auch noch gezogen, der musste erst fertig gemacht werden. Was bedeutete, dass wir erst nach 6 Monaten wieder proben konnten. Es waren also einige Sachen da, die das ganze verzögert haben. Im Endeffekt Sachen, die keinen aufhalten sollten.

Die vergangenen 5 Jahre habt ihr nicht dafür genutzt, das musikalische Spektrum mit allerhand neuen Unsäglichkeiten zu erweitern. Gut so, es gibt keinen Kniefall vor den neuen Abartigkeiten des Thrash, alles ist so, wie wir es gewohnt sind. "Genuine Parts" hat einen würdigen Nachfolger zur Seite gestellt bekommen.

FG: Ein wenig haben wir uns schon weiterentwickelt, es wäre schlimm, wenn nicht. Ansonsten ist der Schuster bei seinen Leisten geblieben. Wir spielen immer noch unseren Stil, lediglich etwas verfeinert. Die Überlegung, dass Thrash nichts mehr taugt und wir deshalb was neues ausprobieren, stand nie im Raum.


Ist das Studio oder euer Proberaum möglicherweise von den Oberpäpsten Mille und Angelripper gesegnet worden?

FG: Kann gut sein. Falls ja, war ich nicht mit dabei.

Ich habe die etwas unglückliche Frage auch deshalb gestellt, weil "Torture Tactics" die Antwort auf die Frage ist, was denn nun Old School Thrash ist. Sodom und Kreator sind klar als maßgebliche Paten herauszuhören.

FG: Dann kannst du so stehen lassen. Andere haben zweifelsfrei Slayer gehört. Irgendwo die Mischung zwischen den Dreien wird es sein.

Alle Welt redet vom Revival des Thrash und irgendwie wird es doch nicht so richtig was damit. Merken Wasteland etwas von diesem „verstärkten Interesse“?

FG: Als Sodom, Kreator und Destruction gegen Ende 2001, Anfang 2002 auf Tour gingen, hatte ich mir diesbezüglich schon ein wenig Hoffnung gemacht. Die Magazine haben entsprechend darüber berichtet, nur habe ich davon nicht das allermeiste mitbekommen. Wenn ich mir die Verkäufe der neuen CD, die jetzt fast 6 Monate erhältlich ist, anschaue, kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass sich nicht viel verändert hat. Verstärkte Anfragen, bessere Verkäufe und sonstige Reaktionen lassen gegenüber den vergangenen Jahren eher zu wünschen übrig. Die Frage, warum dann Exodus und Nuclear Assault neue CDs veröffentlichen, kann ich nur so beantworten, dass die von der momentanen musikalischen Szene die Schnauze voll haben oder eventuell versuchen, ob sie es nochmal hinbekommen.


Ohne Ebay würde es dieses Interview nicht geben. Wie waren denn da die Reaktionen, zumal der Preis von 10 EUR auch in Ordnung ging.

FG: Diese Aktion hat unser Sänger initiiert, ich hatte davon nichts mitbekommen. Das habe ich erst dann registriert, als du dich gemeldet hast und gefreut hast, dass es uns noch gibt. Im Prinzip war das eine gute Idee. Ich habe mittlerweile an die 50 Promo CDs verschickt und nicht die Leute erreicht, die ich erreichen wollte. Deswegen bin ich schon dafür, dass diese neuen Einrichtungen durchaus für so etwas genutzt werden sollten.

Was ist ein "Gang Bang Witchcraft" oder was verbirgt sich hinter "Merciless Sluthunter"?

FG: Das eine ist der gnadenlose Schlampenjäger und der Titel drückt schon aus, worum es bei dem Text geht. Der andere Titel tendiert ungefähr in die gleiche Richtung. Unser Sänger hat sich die Worte so zusammengebastelt, wie sie ihm gefielen und wie es am besten passte. Eine mögliche Indizierung der Texte als weitere Folge hat leider nicht geklappt, da bis dato noch keiner was gemerkt hat.

Damit komme ich zum allerletzten Titel der CD. Ich habe mich auf 10 Minuten fettes Geprügel eingestellt und auf einmal höre ich eine Rückwärtsbotschaft. Diesen ultrabösen Ulk darfst du mir etwas näher erklären.

FG: Das hat unser Sänger ganz nett gemacht. Er sagt "Brainball wash", das wurde dann umgedreht, diese Version ins Mikrofon gerülpst, dass wurde dann im Studio wieder umgedreht, damit es wieder wie das Original klingt. Das ganze hat dann diesen Effekt.


Die berühmten letzte Worte bitte.

FG: Wie viele verschiedene Versionen hast du schon gehört? Ich glaube, dass es Pablo Picasso war, der gesagt hat "Drink to me drink to myself". Von Tankard stammt, so weit ich weiß, "Time is too short to waste your brew".


Vorbereitung, Durchführung und Bearbeitung: Peter



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