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Mit dem zweiten Album, das im Prinzip das erste ist, meldet sich mit Sabbtail eine nicht mehr ganz taufrische, aber trotzdem interessante Band lautstark zu Wort. Die Denkmalschützer und Wahrheitsfanatiker unter den Lesern, die, denen unsere Musik nur dann gefällt, wenn sie noch reiner ist, als es das Deutsche Reinheitsgebot verlangt, dürften mit diesem Schwedenhappen wenig anfangen können. Wer aber unter Scheuklappenallergie leidet und auch mal bereit ist, über den Tellerrand zu schauen, sollte sich durchaus die eine oder andere Hörprobe aus der aktuellen CD gönnen. Alles weitere, hier und jetzt von Bassist Jan "Mein Englisch ist sehr schlecht" Lund.


Der alte Brauch wird nicht geknickt und deswegen bitte zu Anfang ein paar harte geschichtliche Fakten als Aufwärmübung.

JL: Organist Jan Bingegard und ich spielten vorher schon in einer Band und da es dort mit uns prima funktionierte, beschlossen wir, diese Zusammenarbeit weiter fortzuführen. Auch in punkto Songwriting lag alles im grünen Bereich und so beschlossen wir, unser eigenes Ding zu realisieren. Das war um 1996, der Anfang von Sabbtail. Geeignete Musiker wurden gesucht und gefunden, einige Demos aufgenommen. Dann sind wir mit Empire Records ins Geschäft gekommen, was uns aber nur Schwierigkeiten bescherte. Das wiederum besorgte uns einen Stillstand von fast 5 Jahren, aber irgendwie ist es dann doch weitergegangen und hoffentlich wird es diesmal etwas besser. Einige Bandmitglieder mussten wir auch ersetzen. Grundsätzlich ist es so, dass die Geschichte der Band praktisch durch Jan und mich repräsentiert wird.

Du warst genauso wie Jan vorher bei Necronomicon und Fortune, Matts (Leven, Gesang, bei Yngwie Malmsteen und Abstract Algebra), Frederik (Akerson, Gitarrist, bei Talisman, Southpaw) und Hakan (Rangemoo, Schlagzeug, ebenfalls Necronimicon). Ein recht interessantes Spektrum mehr oder weniger Bands, wobei mich der schwedische Ableger von Necronomicon interessiert und auch Fortune. Da fehlen mir Informationen.

JL: Necronomicon waren hier in Schweden eher unbedeutend und haben entsprechend kaum was erreicht. Mit Fortune habe ich immerhin 3 Alben veröffentlicht. Nach dieser Band gab es übrigens noch Clockwise.

Es ist so einfach und wird von vielen gemacht. Das beste aus bisherigen Bandprojekten zusammenwürfeln und dann hoffen, dass es keiner merkt. Sabbtail sind hier die wohltuende Ausnahme und versuchen irgendwie besonders anders zu klingen.

JL: Die maßgeblichen Haupteinflüsse von Jan und mir liegen in den 70ern und das haben wir versucht, in eine etwas modernere Fassung zu bringen. Übertrieben ausgedrückt, eine weitere neuere Variante von Heavy Metal bzw. harten Klängen im allgemeinen. Anders klingen tun wir hauptsächlich wegen der Hammond Orgel und möglicherweise weil sich die Gitarren etwas anders anhören.

Ein hauptsächlicher Einfluss sind mit Sicherheit Deep Purple, speziell die Phase der Mark II Besetzung. Tendenziell hört sich "Night Church" wie eine Veröffentlichung aus dieser Periode an, die ins 21. Jahrhundert übertragen wurde.

JL: Klar, sobald die Hammond Orgel ins Spiel kommt, hört sich das sofort wie Deep Purple an. Andererseits zählen Yes, Emerson Lake and Palmer oder Black Sabbath auch zu unseren Favoriten. Daneben sind aber auch die Scorpions oder Audio Slave interessant. Wie schon gesagt, die Orgel weckt Erinnerungen an Zeiten von vor 30 Jahren, allerdings versuchen Jan und ich, das ganze dann etwas zeitgemäßer zu gestalten. Ich persönlich vermisse den Klang der Hammond Orgel im Heavy Metal.


Der Name der Band basiert auf Kurzgeschichten, die Jan über die Jahre geschrieben hat. Kannst du etwas dazu sagen? Welche Thematik wird behandelt, mehr Horror oder Fantasy?

JL: "Sabbtail" ist ein Charakter der in diesen Geschichten immer wieder vorkommt. Das ganze basiert auf Fantasy, ist aber mehr auf der dunklen Seite beheimatet. Insgesamt schreibt Jan jetzt mehr als 10 Jahre an diesen Geschichten. Irgendwann haben wir uns dann hingesetzt, wochenlang die Köpfe heiß geredet, wie diese Geschichten möglicherweise für die textliche Konzeption der CD verwandt werden können. Immerhin könnte es für den, der die CD kauft, interessant sein, in die Welt des Sabbtail abzutauchen. Das ist immerhin noch interessanter, als Texte über Liebeslieder zu lesen. Zusammen mit der Musik ergibt das textliche Konzept eine sehr interessante Mischung. Davon abgesehen sind Jan und ich wohl die einzigen in der Band, die sich mit seinen Geschichten anfreunden können.

Welche Bedeutung steckt hinter dem Titel der CD?

JL: "Night Church" ist in der Welt von Sabbtail, dem Charakter aus den Kurzgeschichten, von sehr großer Bedeutung. Eine Nachtkirche gibt es praktisch in allen unterschiedlichen Variationen, auf allen Planeten, der Sabbtail-Welt. Bezogen auf diese Geschichten haben diese Kirchen eine große Bedeutung, ansonsten eher nicht. Als ursprünglicher Titel war übrigens "The World of Sabbtail" geplant.

Auch wenn die Art und Weise wie die nicht ganz offizielle erste CD "Other Worlds" erschienen ist, nicht unbedingt legal war, gibt es evtl. eine Chance, dass diese CD nochmal regulär veröffentlicht wird?

JL: Seinerzeit sind wir mächtig verarscht worden. Wir präsentieren der Firma in Japan ein paar Demos und die machen ohne unser Wissen gleich eine CD daraus. Die Titel waren in Ordnung, keine Frage. Eine mögliche Veröffentlichung hieße, dass alle Titel nochmal neu arrangiert und mit dieser Besetzung eingespielt würden.

Die berühmten letzten Worte!

JL: Ich hoffe, dass wir ein paar Konzerte spielen können, egal ob auf Festivals oder sonst wo. Das ist für mich das momentan wichtigste Ziel, da sich jeder von uns ein Bild live machen sollte. Außerdem freue ich mich natürlich auch auf die nächste CD, was hoffentlich nicht wieder 5 Jahre dauert.


Vorbereitung, Bearbeitung und Durchführung: Peter



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