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Einmal in Wacken spielen - ein Traum vieler Bands, der für Negator aus Hamburg schon bald Wirklichkeit werden könnte. Mit "Old Black" haben die Jungs mit den Pseudonymen Nachtgarm, Trolfbert, Berthelm und Tramheim jedenfalls ein starkes Black Metal-Debut vorgelegt, das in bester Manier der alten Schule huldigt, und somit den Grundstein für weitere Schritte legt. Weshalb Negator sich deutlichst gegen NSBM aussprechen, wie die Band an ihren Plattenvertrag gekommen ist und was es an Dani Filth's getragenen Socken auszusetzen gibt, lest ihr im folgenden Interview.


Trolfbert, ihr habt bereits ein Jahr nach eurer Gründung und ein halbes Jahr nach dem ersten Gig das Debutalbum veröffentlicht. Findet ihr das nicht ein wenig vorschnell?

Trolfbert: Nein, und wenn ich mir "Old Black" anhöre, sehe ich auch keinen Anlass, daran zu zweifeln. Wir machen erstens alle lange genug Musik und zweitens haben wir uns mit der Bandgründung, die ich ja schon länger vorhatte, so lange Zeit gelassen, bis wir wirklich sicher waren, gut genug zu sein, um gleich in die Vollen zu gehen. Denn auf grosses Rumgegurke habe ich keine Lust mehr. Ok, den Deal mit Remedy konnten wir nicht voraussehen, ansonsten hatten wir uns aber schon klare Ziele gesetzt, die wir dann nur noch konsequent und straight verfolgt haben.

Neben Negator seid ihr ja auch noch in einigen weiteren Bands aktiv. Da die Reaktionen auf "Old Black" jedoch soweit ich das mitbekommen habe, nicht nur von uns sehr gut sind, verschieben sich damit die Prioritäten irgendwie hin zu Negator?

Trolfbert: Ja, defintiv was mich betrifft, für die anderen kann ich hier nicht sprechen. Das hat allerdings weniger mit den Kritiken zu tun, sondern vielmehr damit, dass ich merke, dass das ganze Gefüge bei Negator stimmt. Der Deal mit Remedy und die guten Resonanzen sind da einfach eine externe Bestätigung.

Wie kam der Kontakt mit Remedy Records denn zustande?

Trolfbert: So weit ich das noch weiss, hatte Eike uns am 4. oder 5. Studiotag erzählt, dass er bereits Remedy vorgewarnt hätte, sie sollten sich schon mal auf was Interessantes gefasst machen. Danach irgendwann haben sich Nachtgarm und Remedy-Jörn im Ballroom zufällig getroffen. Und so kam es denn...

Wie oft habt ihr bislang live gespielt? Sind künftige Konzerte oder gar eine Tour geplant?

Trolfbert: Bisher hatten wir einen Auftritt, der auf Grund der guten Resonanzen sicherlich auch die Initialzündung war, sofort in ein Studio zu gehen. Für die Zukunft steht der CD-Release-Auftritt am 13.2. im Ballroom (HH) an, sowie Konzerte beim Metal-Bash und Party-San. Ich hoffe mal, da kommt noch was dazu.

Auf welchem Festival würdet ihr am liebsten mal spielen?

Trolfbert: Da wir die letzten Jahre konsequent nach Wacken als Zuschauer gefahren sind, wäre es natürlich mal was anderes, dort selber zu spielen. Ansonsten hätte ich am meisten Lust auf 'ne kleine Tour durch kleine Clubs - solche Auftritte sind doch die intensivsten.

Der Name "Negator" klingt wie ein Bösewicht aus "Masters of the universe". War das beabsichtigt?

Trolfbert: Na klar, wir sind ja auch vier ziemlich finstre Unholde. Doch da der Bandname im Plural scheisse klingt, haben wir uns auf die Einzahl geeinigt, "Negator" eben.


Ihr distanziert Euch im Infozettel von "substanzlosen Nazi-Bands". Eine derart deutliche Stellungnahme ist im BM rar, wie kam es dazu?

Trolfbert: Wenn keiner was dazu sagt, darf man sich auch nicht wundern, wenn so langsam die ganze Szene davon überschwemmt wird. Genauso regen mich nämlich auch die Leute auf, die dann sagen: naja, das find ich ja eigentlich nicht so toll, aber ich hab die CD ja auch nur wegen der Musik gekauft. Man muss einfach feststellen, dass NS-Bands sich verkaufen. Vor allem muss man aber feststellen, dass die Bands sich wegen des NS-Krempels verkaufen. Wegen der Musik jedenfalls kaum, denn die ist in der Regel einfach nur scheisse. Mit anderen Worten: NS ist lediglich ein verkaufsfördernder Faktor, um CDs minderbegabter Bands an den Mann zu bringen. Mit Ideologie hat das wahrscheinlich nicht viel zu tun. Für mich nennt sich sowas Kommerz. Als Schwarzmetaller, der noch mit Herz dabei ist, unterstütze ich das alleine deswegen schon nicht.

Was haltet ihr von Bands wie Burzum oder Graveland, die BM mit Politik/Faschismus verknüpfen?

Trolfbert: Die "Hvis Lyset Tar Oss" höre ich selber guten Gewissens. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde Burzum auch erst in dem Moment mit Politik verbunden, als dem guten Varg die Ideen ausgegangen sind. Normalerweise will ich mich nicht zu anderen Bands äussern, deshalb sage ich hier nur, dass solche Dinge nicht zum Black Metal passen und hier auch nicht hingehören.

Apropos Politik, ich bin sicherlich nicht der Erste, den es überrascht, dass man auf www.negator.de keine Infos über Euch, sondern über die Jusos Arnsberg findet, oder?

Trolfbert: Also mit den Jusos haben wir uns nicht zusammengetan. Ich hatte selbst nicht ganz kapiert, was die mit einem Wort wie "Negator" zu tun haben. Aber das ist mir alles ansonsten auch egal, da es sowieso keine Homepage von unser Band geben wird.

Ist es eher ein Vorteil oder ein Nachteil für Euch, als Black Metal Band so ein kleines, schwarzes Schaf in der Hamburger Metalszene zu sein, die ja vor allem für die größeren Powermetal-Bands wie Helloween, Gamma Ray, Iron Savior, Stormworrior usw. bekannt ist?

Trolfbert: Der norddeutsche Black Metal wird insgesamt nicht so beachtet wie anderswo. Das liegt aber weniger an den Powermetallern, denn daran, dass hier kaum Zines, Mailorder etc. sind, also kaum was an Szeneaktivitäten über die Bands hinaus läuft. Aber dank Remedy scheinen wir bisher nicht unbedingt die Leidtragenden dieser Situation zu sein. Negator scheint durchaus seine Beachtung über diese Region hinaus zu finden. Und was Hamburg betrifft sind wir ja auch nicht die einzigen Schwarzmetaller.

Leider lagen der Promo keine Texte bei. Worum geht?s da so?

Trolfbert: Tod, Chaos, Vernichtung. Texte werden insgesamt auch nicht veröffentlicht, in Zukunft wohl schon, jetzt aber musst Du Dich noch so zufrieden geben.

So ganz kann ich eurem Albumtitel nicht zustimmen, immerhin finden sich auf "Old Black" auch einige genrefremde Riffs, die mich an Bands wie Voivod erinnern. Seid ihr von solchen Bands beeinflußt?

Voivod kenne ich nicht. Im Grossen und Ganzen passt der Albumtitel zu unserer Musik, was aber nicht heisst, dass wir stumpf nur kopieren bzw. das machen, was andere schon zuvor gemacht haben. Negator wird auf Basis des BM der frühen 90er seinen eigenen Weg gehen, und dazu werden auch unkonventionelle Riffs gehören.

Habt ihr die Blütezeit des norwegischen BMs in den frühen 90er Jahren aktiv miterlebt? Was habt ihr für Erinnerungen an diese Ära?

Trolfbert: Es war einfach grossartig, eine neue Scheibe mit nach Hause zu nehmen und wirklich noch den Aha-Effekt zu haben und sich von der Platte beseelen zu lassen. Wenn ich die CDs von damals höre, kommen dieselben Gefühle immer wieder hoch. Das fehlt heute und nur das kann das Ziel für alle Bands in der Zukunft sein. Anosnten sollte man es lieber bleiben lassen.

Warum zieht ihr jene Zeit der heutigen vor?

Trolfbert: Insgesamt sehe ich uns nicht rückwärtsgewandt. Wir sehen lediglich erst einmal, worauf es beim BM ankommt, was wirklich wichtig ist. Leider muss man dafür immer noch 10 Jahre zurück gehen.

Welches der folgenden Original-Kleinode wäre es am ehesten wert, seine Seele dafür zu verkaufen und warum...

Trolfbert: Meine Seele ist bereits verkauft, deshalb müsstest Du diese Frage eigentlich meinem Meister stellen, aber ich versuch's mal rein hypothetisch.

- Darkthrone-Demo "Land of frost"

Trolfbert: Ob Demo oder CD, soundtechnisch dürfte das wohl kaum Unterschied machen bei Darkthrone. An sich gerne, aber nicht zum Preis der Seele.

- Venom-Shirt von 1982

Trolfbert: Ich hab mal in Wacken in der Schlange zu den Scheisshäusern folgendes mitbekommen: Vor mir war ein Typ mit einem alten, seltenen und ausgewaschenen "Pungent Stench"-Shirt. Daneben ein anderer, der das unbedingt haben wollte, am Ende hat er 450 DM geboten. Der Typ mit dem Shirt hat übrigens nicht verkauft. Ich hab beide nicht verstanden, so ein Sammler-Kram ist nichts für mich.

- Getragener Slip von Morrigan (ex-Aeturnus)

Trolfbert: Danke, ich trage meine selber.

- Getragene Socke von Dani Filth

Trolfbert: Damit dann meine ganze Bude nach Homo-Parfum stinkt? Nein danke.

- Nargaroth-Demo "Fuck off nowadays BM", ungerade Nr.

Trolfbert: Ist 666 jetzt 'ne ungerade Nummer? Sorry, aber darunter wird's nix.

- Plattenverkäufe wie Dimmu Borgir

Trolfbert: Um Popstar zu werden, muss man wohl "Abstriche" machen. Aber wenn schon, dann bitte das ganze Programm: Berthelm-Starschnitt in Lebensgrösse, Negator-Kondome, -schlüsselanhänger...

- Das Buch "Vargsmal" handsigniert von Varg Vikernes

Trolfbert: Es gibt wahrscheinlich interessantere Bücher als die von Psychopathen. Z.B. Bücher über Psychopathen, ein Freund von mir hat da ganz "nette" Sachen...

- Livebootleg des ersten Bathory-Gigs (mehr Rauschen als Musik)

Trolfbert: Siehe T-Shirt: Sammeln und Haben sind für mich keine Selbstzwecke.

- Gastspielvertrag in Wacken als Headliner auf der Black Stage

Trolfbert: Also darüber kann man zumindest mal reden: Wir sind sicherlich keine Band, die am Samstagabend 30.000 sogenannte Metalheadz, quasi von der 17jährigen Gothic-Schlampe bis zum Alt-Rocker mit AC/DC-Kutte und Nackenschoner, unterhaltsam durch das Programm führt. Aber wenn Du mir zugestehst, kurz nach Sonnenuntergang im Zelt zu spielen, wäre das eine Überlegung wert. Viele passen ins Zelt ja nicht rein, und da geht auch keiner freiwillig hin, wenn er nicht unbedingt die Band auch sehen will - das ist sozusagen Selektion in beiderseitigem Sinne. Wenn ich mir das aussuchen könnte, dann spielen wir dort. Da habe ich bisher auch die besten Wacken-Konzerte miterlebt.

Wenn Du das "Kingdom Of Metal" beherrschen würdest, welche drei Gesetze würdest Du zuerst erlassen?

Trolfbert: Erstens diese Weiberpisse, genannt "Beck?s", verbieten...

Richtig so!

Trolfbert: ...und statt dessen Jever frei für alle.
Zweitens alle TrueMetal Sänger nach Timbuktu ausweisen, es sei denn, sie können nachweisen, dass sie ihre Eier noch haben und versprechen, in Zukunft ruhig zu sein.
Drittens würden sich ja alle politischen Diskussionen erübrigen, da ich dann König wäre. Folglich: Politik-Verbot in jeder Hinsicht.

Was können wir in den nächsten eins, zwei Jahren noch von Negator erwarten?

Trolfbert: Chaos in allen Varianten!

Deine fünf Alltime-Faves?

Trolfbert: Immortal - Pure Holocaust
Emperor - In the Nightside eclipse
Mayhem - De Mysteriis Dom Sathanas
Satyricon - Dark Medieval Times
Enslaved - Vikingligr Veldi


Vorbereitung: Till
Durchführung und Bearbeitung: Dennis



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